RTL und Sebastian

Sonntag, 17 Jul 2011 @ 18:02

Am 31 Juli erwartet uns eine große Veranstaltung.
RTL feiert 20-Jahre der Übertragungen der Formel 1. Und wo kann man das besser feiern, als in der Stadt von Sebastian Vettel?
An dem Tag wird von der Freilichtbühne in Heppenheim europaweit das Rennen in Budapest live kommentiert. Das ganze RTL-Team kommt und die Moderation machen wie immer Niki Lauda und Florian König.
Es wird ein Public-Viewing etwas anderer Art. Für hiesige Zuschauer wird ein Megamonitor aufgestellt und sechs Kameras werden die Feier von der Freilichtbühne übertragen.
Das Rennen beginnt um 14:00, aber das begleitende Programm kommt schon ab 12:00 – RTL macht sicher etwas tolles, aber es ist noch nichts bekannt. Wir hoffen auf Besuch vom „Boxenluder“, dem mannemer Türk, Bülent Ceylan.
Die Karten sind seit Freitag im Vorverkauf, 6000, und jede nimmt in der Verlosung von einem Auto, teil.
Und wir haben die Karten schon!!
Als ich Mittags, in das Touristikbüro, rein gekommen bin, ist die Verkaufsdame sofort aufgestanden:
– Sie möchten Karten für die RTL Veranstaltung kaufen.
– Ja, habe ich einen Stempel an der Stirn?
– Den haben heute alle, die hier rein kommen.
So.
Jetzt brauchen wir nur noch gutes Wetter, Sebastians Gewinn zum Jubeln und etwas Glück für einen Lostreffer.

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„Brennessel“ und „Coccola“

Sonntag, 17 Jul 2011 @ 14:33


Hemsbach, nicht weit hinter der hessischen Grenze, in Baden-Württemberg, 10 km von Heppenheim, hat ein altes kleines Kino „Brennessel„.
Im Eingang altes Buffet, riesiger altmodischer Tisch mit verschiedenen Stühlen, wo wartende sich bei Cola oder Bier setzen können, knarrende Dielen. Zwei kleine Kinosäle für jeweils 60-100 Zuschauer, bequeme rote Plüschsessel, auch Sofas für 2, in der Ecke ein Piano, quietschender Vorhang – nichts von der lauten, überfüllten Atmosphäre der modernen Kinos.
Das Kino spielt Kurzfilme, Diskussionsthemen, Preisfilme – so bisschen „andere“ als die Massen-Kassen-Produktionen.
Ich habe schon öfters das Programm in der Hand gehabt, etwas Interessantes gefunden, aber es hat sich nicht ergeben hinzugehen.
Am Freitag waren wir mit Freunden da und haben „Polnische Ostern“ gesehen.
Im Saal haben so 20 Gäste Platz genommen, wo sie wollten.
Der Film – eine Komödie über Vorurteile, Unsicherheiten, zwei Kulturen und Mentalitäten. Die Geschichte war einfach: ein deutscher Opa muss, nach dem Tod seiner Tochter, die Enkelin zum polnischen Vater und seiner Familie nach Tschenstochau (Częstochowa) geben. Um dem Jugendamt Beweise zu liefern, dass es dem Kind dort schlecht geht und es in armen Verhältnissen aufwachsen muss, macht er sich mit Kamera auf den Weg.
Ein schöner Film, ohne große Aktion, Dramatik, ohne tolle Musik, technisch manchmal schwach – aber einfach nett, lustig und auf jeden Fall sehenswert.
Da nicht alle polnische Sätze auf deutsch übersetzt waren und manche Schriften oder Situationen nur Polen verständlich sein konnten, hat man nach Lachen erkannt, wer von den Zuschauern polnische Wurzel hatte -die meisten.
Nur eine Szene mit Taufe in der Küche, über einer Schüssel, ohne Pfarrer – das haben nicht mal wir verstanden. Ob es an der Nähe zu Schwarzen Madonna gelegen hat, dass solche Taufe gültig wäre?

Der schönen lauen Abend haben wir, zurück aus dem „Ausland“, auf dem Heppenheimer Großer Markt, beim Spanier „Empanada“ verbracht. Die Knoblauchbrote und dicke Bohnen haben wir nicht so ganz wegen Hunger gebraucht, aber wegen der Lust.
Und die Lust wollten wir noch mit Eis auffüllen – gleich um die Ecke, in der Amtsgasse, wurde zum Weinmarkt eine neue Eisdiele eröffnet. „Coccola“ – mal schauen.
Na… Eiskugel zu 80 Cent – da muss das Eis aber verdammt gut schmecken.
Ja, Mango hat nach Mango geschmeckt, Kaffee nach echtem Kaffee. Lecker. Das Lokal ist klein, noch etwas nackig, aber vielleicht entwickelt es sich noch.
Und am Samstag morgens haben wir in Starkenburger Echo einen großen Artikel über „Coccola“ gelesen – der Eigentümer macht sein Eis nach der Arbeit als Manager in Frankfurter Seniorenheimen und die Prozedur hat er in einem Seminar gelernt. Bei der Produktion werden keine Fertigpulver, künstliche Aromen und Zusätze benutzt, nur natürliche Zutaten. Acha, Handkunstwerk hat eben seinen Preis. Im Winter will man dort Schokolade machen.
Hoffen wir, dass die Idee sich hält und entwickelt und Heppenheim um eine Spezialität reicher wird.

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Straßenkultur

Donnerstag, 7 Jul 2011 @ 19:45

Neeein, nicht, was du denkst…
Echte Kultur. Gestern haben die Gassensensationen angefangen, ein Internationaler Festival der Straßentheater.
Das Projekt ist entstanden vor 19 Jahren, damals sind zu den Vorstellungen -zig Leute gekommen. Heute ist es eine Attraktion weit über die Stadtgrenzen geworden, mit Hunderten Zuschauern, sogar bis 2-3 Tausend auf der Freilichtbühne. Es ist schwer um Sitzplätze oder mindestens um gute Sicht, geworden.
An vier Abenden werden 36 Darstellungen geboten (11 verschiedene mit Wiederholungen) an mehreren Orten in der Altstadt. Und alles für Umme – nur eine freiwillige Gabe in den Sektkübel.
Eigentlich wollte ich gestern hin gehen – aber abends habe ich gemütlich auf der Terrasse gesessen und hatte keine Lust mehr die Beine vom Sessel zu nehmen.
Morgen. Ha! Nichts daraus, heute regnet es. Gut könnte sein, dass man genug schöne Plätze bekommt, schlecht – dass die Vorstellungen vielleicht sogar abgesagt werden, denn die Kultur spielt unter freiem Himmel.
Also: morgen, zusammen mit Jurek.

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Ein Haus am Schlossberg

Mittwoch, 6 Jul 2011 @ 22:29

Wie ich gestern im Starkenburger Echo gelesen habe, soll am Schlossberg ein neues Haus gebaut werden. Was ist dabei so besonderes? Nun… es soll 2,3 Millionen kosten, über 500 m² Wohnfläche und dazu 250 Nutzfläche verfügen, eine Tiefgarage haben und einen Parkplatz für 8 Autos. Wow!!
Die Nachbarschaft regt sich schon auf und protestiert, es wäre zu groß, zu steil – die auffahrenden Autos werden die Luft verschmutzen… und was sonst noch.
Ich frage mich: WER IST ES? wer baut in Heppenheim solches Haus?

Vor vielen Jahren wollte Steffi Graf die historische Villa Schüssel bei uns kaufen, das „Amerikanische Haus„, wie sie genannt wird, da Henry Kissinger dort gewohnt hat.
Die Stadt (Denkmalschutz) hat jedoch solche Auflagen zu Renovierung festgelegt, dass Steffi verzichtet hat. Schade. Heppenheim hätte noch einen schönen Namen zum schmücken.
Später wurde die Villa von einem lokalen Architekten gekauft, der sie – als Lebensaufgabe – nach alten Bildern und Nachweisen historisch getreu hergerichtet hat, wobei die Tapeten sogar aus Italien geholt wurden und aus dem polnischen Toruń (Thorn) der Konservator. Der Architekt wohnt selbst in dem Haus.

Ich bin neugierig, wann man über den Neubau auf dem Schlossberg mehr erzählen wird…

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Es kommt:

Donnerstag, 16 Jun 2011 @ 22:24

Das kommende Wochenende eröffnet eine Reihe von Veranstaltungen in Heppenheim. Keine Zeit für Langeweile.
Am 18.06 kommt auf die Freilichtbühne Dieter Thomas Kuhn. Ob man ihn kennt, oder nicht, man muss hin. Am besten mit 70-Jahre-Klamotten und Sonnenblumen. Alte Schlager der 70/80 Jahre lassen keinen kalt und man muss mitsingen. Es wird sicher eine tolle Stimmung und kein Meter frei.

Am 19.06, zu Erholung der Stimmbänder kann man im Reit und Fahrverein die Kaltblutschau sehen und dabei guten Grillsteak essen, das erspart das kochen.
Und danach, abends kann es wieder in die Welt der Musik gehen, wieder auf die Freilichtbühne zu den Tenören Adoro.

Nächsten Samstag fängt der 59 Weinmarkt an, die Altstadt wir 10 Tage lang zu einer musikalischen Weinstube.
Anschließend, vom 6 bis 9.06, können wir uns an den Gassensensationen erfreuen. Es ist ein internationaler Festival der Straßentheater.
Viel Spaß!

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Monte Carlo

Sonntag, 29 Mai 2011 @ 22:04

Heute war wieder ein Formel 1 – Rennen.
Wieder hat Sebastian gewonnen.
Wieder Freude in der Stadt.
Super!!!
Sebastian hat ein Küsschen von der zukünftigen Prinzessin von Monaco bekommen – wer kann das schon von sich behaupten? und einen männlichen Händedruck vom Prinz Albert. Eigentlich nichts besonderes.
Aber für die Heppenheimer schon. Denn Sebastian und Albert haben gleiche geographischen Wurzeln. Die Uroma von Albert (Großmutter von Grace Kelly) stammte aus Heppenheim. Albert hat sogar vor paar Jahren die Stadt, das Familienhaus und noch paar wichtige Leute besucht.
Aber, wenn man beim Rennen die Bilder von Monte Carlo gesehen hat… schöne Stadt, so luxuriös und unerreichbar.
Ich würde gern über die scharfe Kurve mit den Palmen gehen. Und falls man uns nicht in den Yachhafen rein gelassen hätte – könnte man auch einfach über den Zaun schauen.
Da keimt eben eine neue Idee für einen Ausflug und ein neuer Ziel reiht sich in die Welteroberungswünsche.

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Ringdingding

Sonntag, 22 Mai 2011 @ 21:30

Wir sind letztens etwas still, weil wir auf anderen Fronten beschäftigt sind.
Aber das heißt nicht, dass Heppenheim schläft.
Zum 1.Mai war die traditionelle Weinlagenwanderung, das Wetter war prima. Wenn ich mich nicht irre, waren 30 000 Leute dabei, verteilt auf die 22 Kilometer Strecke zwischen Zwingenberg und Heppenheim.
Am 15.05. war die Autofreie B3, eine tolle Veranstaltung, alle 2 Jahre. Die Strecke zieht sich 30 Kilometer von Heppenheim bis Darmstadt und alles darf die B3 betreten und befahren, außer Autos – Fahrräder, Skater, Fußgänger, Rollstühle. Die Organisatoren haben diesmal jedoch vergessen das Wetter zu bestellen, es war windig, kühl und regnerisch. Statt 80 000, wie vor 2 Jahren, sind nur 30 Tausend gekommen.
Und heute… ja! heute hat Sebastian Vettel ein Rennen in Barcelona gefahren. Autohaus Goss, wo offizieller Fan-Klub von Sebastian ist, hat ein public viewing organisiert. Besonderer Gast war Bülent Ceylan – „mannemer Türk“, das Boxenluder und Freund von Sebastian.
Das Rennen war von RTL live übertragen, mit Verbindung zum Klub in Heppenheim.
Sebastian hat zum viertem mal den Sieg kassiert. 800 Fans bei Goss und Millionen Zuschauer am TV haben die Siegeseinfahrt gesehen und die kindlichen Schreie von Sebastian gehört.
Und das beste war: ringdingding.
[flv]http://www.hepprumer.de/cms3/media/2011/05/Sebastin_Vettel-ringdingding.flv[/flv]
Super!! Wir haben köstlich gelacht. Ein weiterer Punkt auf der Vettel-Sympatieskala.
Jetzt kann man nur warten, wann wir das „ringdingdign“ als Klingelzeichen hören.

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Zu Hause pflegen

Mittwoch, 30 Mrz 2011 @ 18:42

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Winter ade

Donnerstag, 24 Mrz 2011 @ 20:27

Seit vielen Tagen freuen wir uns über die Sonne und Wärme.
Mit ruhigem Gefühl können wir sagen: ja!! der Winter ist weg und der Frühling ist eingezogen.
Blühende Bäume, Blumen, Farben, Bunt – es ist die schönste Zeit an der Bergstraße. Vor allem auch, da wir früher als andere Gebiete uns daran erfreuen dürfen.
Heute habe ich mir einen kleinen Spaziergang zum Steinkopf erlaubt und es genossen, oben über der Stadt auf einer Bank zu sitzen, in der Sonne, ohne Jacke. Ja, so kann es bleiben!

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Martin Buber

Donnerstag, 24 Mrz 2011 @ 18:47

Der Umzug von Martin Buber ist fast zu Ende.
Die Statue von ihm steht jetzt am Graben, gegenüber von seinem Haus – so passt sie irgendwie besser in die Stadtgeschichte.
Hier werden auch die Touristen auf dem Weg in die Altstadt eher vorbeigehen.
Es gibt sogar Anregungen, dass man den kleinen Platz jetzt Martin Buber Platz nennt. Auch OK.
Die Plastik ist noch nicht fest zementiert, deswegen schützt sie noch ein Bauzaun. Und paar Blumen bekommt er sicher auch später.
Mir kommen nur kleine Bedenken zu diesem Standort. Martin steht zu nah an den öffentlichen Toiletten – böse Kobolde könnten mit ihm Unfug treiben und ihn zum Klomann machen.

An der Alten Sparkasse stehen jetzt die zwei Gründer, Gottfried Pirsch und Johann Schunk und diskutieren über die Statuten der im 1830 Jahr in Landrathsbezirk Heppenheim gegründeter Sparkasse. Herr Schunk hält die Gründungsurkunde und Herr Pirsch zeigt mit dem Finger und fragt sich ob das Wort Landrathsbezirk richtig geschrieben wäre.
Und die Welt ist so in Ordnung, jeder ist da, wo er gehört.

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