Margarethenschlucht

Montag, 16 Jun 2014 @ 16:19

Nicht weit von uns, ein Stündchen Fahrt in netter Landschaft tief im Odenwald, bis nach Neckargerach, liegt eine Schlucht.
Schon lange habe ich geäugelt mit einem Ausflug dahin. Aber, wie es manchmal ist… so weeeeit, nicht heeeute…
Jetzt haben wir uns fast spontan entschieden zu fahren. Die Stunde für die Fahrt ist schnell vergangen, vor allem, weil wir in die Ecke selten kommen (eigentlich gar nicht) und alles war uns neu. Die Berge sind höher, die Hügel grüner, am Neckar entlang – einfach nett und schön.

Die Margarethenschlucht ist im Ort ausgeschildert und der Weg läuft rund – rauf und runter, und das nicht wenig.
Wir dachten, dass wir uns (schlau) oben stellen und nach unten gehen. Haha. Später mussten wir doch nach oben. Aber es ist auf jeden Fall besser die Schlucht abwärts zu nehmen. Es ist leichter.
Schon am Eingang zum Pfad  im Wald wurden wir informiert: “Der Rundweg ist nicht weit, aber er hat es in sich. Für die Durchquerung der Schlucht sollten Sie unbedingt an gutes Schuhwerk denken. Am besten nehmen Sie auch ihr Mobiltelefon mit”.
Ok… Was erwartet uns?
[…]

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Formel 1 – Baby

Freitag, 17 Jan 2014 @ 19:35

Rrrruuuuuuuums, buuuuuums, ringdingding!!!!
Gerade im Dezember Schwangerschaft bekannt gegeben, schon im Januar Vater geworden.
In solchem Tempo kann das nur ein vierfacher Formel 1 Weltmeister.
Wie die Medien am Donnerstag den 16.01.14 geschrieben haben, wurde schon am Sonntag der 12 Januar da Töchterchen geboren. Wie schön, die Heppenheimer freuen sich. Und es ist nicht mal ein Klatsch vom Kind angekommen – wer es gewusst hat, hat gut dicht gehalten.
Ja, Sebastian hält sein Privatleben für sich und schützt es. Es gibt noch Prominente, denen das gelingt, während andere sich für so wichtig halten, dass wir immer wieder an denen Essen, Toilette, Schlafen teilnehmen müssen.
Was wissen wir über Sebastians Leben? Nicht viel. Lebt in Schweiz in Ellighausen in einer renovierten Mühle. Mit seiner Freundin, Hanna Sprater, ist er 7 Jahre zusammen und sie kennen sich noch vom Gymnasium.
Sie begleitet ihn weder zu Rennem, noch zu anderen beruflichen Veranstaltungen. Man sieht sie selten zusammen.
Einmal war er zu Gast bei Günther Jauch (Stern TV), damal glaube ich, war er zum ersten mal Weltmeister. Jauch hat gefragt warum die Freundin nicht dabei wäre. Sebastian hat mit einem netten Lächeln geantwortet: „Herr Jauch, Sie bringen doch Ihre Frau auch nicht mit zur Arbeit“.
Bravo!! Obwohl wir nicht mal den Namen wissen.
Den jungen Eltern wünschen wir alles Gute und viel Freude und Liebe. Die Kleine wir Euer Leben etwas auf dem Kopf stellen, aber es wird schön.

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Neues aus Beton

Sonntag, 17 Nov 2013 @ 15:42

In den letzten Wochen beobachte ich manche bauliche Vorgehen in der Stadt.
Seit einem halben Jahr fahren wir unter der Bahn Lorscher Straße einseitig, weil die ganze Unterführung renoviert wird. Und zwar ordentlich und bis auf Grund Zero. So haben wir auf jeden Fall die Abtragungen gesehen. Sonst müssen dort wahre Wunder eingearbeitet sein, denn die Bauarbeiten dauern schon Monate. Jetzt ist eine Seite fertig, seit letzter Woche wird der Verkehr über die fertige Spur geführt und sie zweite Hälfte wurde angegangen. Aber im April `14 soll schon alles ganz fertig sein. Juhu!!
Keiner versteht, was man so lange auf einem Stück von 500 Meter macht. Egal. Mir passt die Fahrrichtung, so kann ich immer schneller über die Spuren wechseln und meine Ziele erreichen.
Jetzt sieht man den Unterschied, fertige Seite ist neu, sauber, hell…
Mal sehen wann es den ersten Dosenartisten stören wird und er sich gezwungen fühlt es zu ändern…

An anderer Stelle fahre ich auch mehrmals am Tag vorbei und wundere mich immer wieder. Es ist ein Eckareal an der Ketteler Straße, umsäumt von vielen alten Kastanienbäumen. Man hat dort schon paar 3-Stöckige Häuser gebaut, begrünt – schön. Die Wohnungen sind auch nett, ich war schon in einer drin.
Und jetzt steht der Rohbau für zwei letzte Blocks, zur Straße hin.
Vor einem Haus stehen 9 Kastanien, so nah, dass die Bewohner die braunen Kastanien von den Balkonen reißen werden. Aber die Bäume mit Blättern bilden eine dicke Wand, dann wird kein Tageslicht, geschweige Sonnenstrahl, je die Räume erreichen. Die „Kastanienmenschen“ werden wohl die einzigen, die mit Sehnsucht den kahlen Winter erwarten werden.
Ich gehöre nicht zu den Menschen, die immer schreien: „Rettet die Bäume!“ Denn manchmal muss ein Baum dem Menschen weichen (und für jeden gefällten Baum muss ein neuer gepflanzt werden).
Und hier mache ich mir Gedanken: wenn manche Bäume weg müssen, warum hat man es nicht gleich gemacht? Wenn nicht – wer hat es dann so geplant? und wann kommen erste depressive Beschwerden im Amt und die Säge wird doch eingesetzt?

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Villa Kappeleck

Sonntag, 6 Okt 2013 @ 9:59

Sebastian Vettel wohnt nicht mehr in Heppenheim, sondern in der Schweiz.
Manchen gefällt das nicht, sie kritisieren die Steuerflucht. Ich sage, vielleicht, weil er ruhig leben will. Und Steuer? Er macht nichts illegales, nur das, was ihm (und gleichen) das deutsche Gesetz erlaubt. Und sind wir mal ehrlich – hätten wir auch die Millionen, hätten wir es vielleicht auch gemacht. Nicht wahr? Nur, mit uns würde man in Schweiz nicht mal reden. Also an Kritiker: Neid?
Aber hier will ich was Anderes schreiben.
Sebastian hat 2011 eine historische Villa in Heppenheim gekauft. Ob er dort wohnen wird? Eher nicht. Aber er hat hier Familie, kommt manchmal heim und da er schon ein großer Junge ist (und dazu reich) muss er doch nicht bei Mama und Papa in seinem Jugendzimmer schlafen. Außerdem ist seine Freundin auch aus Heppenheim und kommt auch nach Hause. Da könnten doch beide bei Besuchen im eigenen Haus wohnen.
Vielleicht sichert er nur etwas Geld und die Villa wird vermietet – dann wäre es nett, dass er das Geld nach Heppenheim bringt. Solche Vermutung kreist auch, sogar die Höhe der Miete habe ich schon gehört – 6000 €. Naaa… das wage ich zu bezweifeln…
Villa Iser (1905), besser bekannt als Villa Kappeleck, steht unter Denkmalschutz. Sie gehört zum Wirkungserbe von Heinrich Metztendorf, einem bekannten regionalen Architekten.
Sie steht an der Merianstrasse, am Maiberg. Das ist das „bessere“ Stadtteil. Nicht nur weil, es in bester Lage, oben am Berg, mit Sicht bis nach Taunus liegt. Sonder auch, weil die Konten der Eigentümer besser aussehen, als der meisten Heppenheimern „unten“.
Villa Kappeleck hat einen großen Garten (Park) und eine wunderschöne Sicht auf Starkenburg.
Erster Eigentümer war Entdecker aus der Automobiltechnik Fritz Oswald. Er hat u.A. den negativen Lenkrollradius patentiert.
1967 wurde die Villa von Familie Iser – einem Strickwarenproduzenten übernommen. Fa. Iser hat eigene Geschäfte in Mannheim, Ludwigshafen und Worms gehabt. Und der Firmenlager war auch auf dem Maiberg.
Bevor das Haus bewohnbar wird, muss es noch aufwendig renoviert werden. Bis jetzt sieht man auf dem Hof Sperrmüll oder Baumaterialien. Na! und ein Dixi-Häuschen steht auch da – was von regelmäßigen und natürlichen Bedürfnissen der jetzigen Anwesenden zeugt.
Es tut sich was.

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Public viewing – Sebastian Vettel

Samstag, 5 Okt 2013 @ 12:00

Heppenheim - November 2011Seitdem Sebastian Formel 1 fährt und gewinnt, haben wir in Heppenheim der ersten offiziellen Fanclub.
Zu den Organisatoren gehört Autohaus Goss (Audi – VW), wo vielmals das Public viewing stattgefunden hat. Ein Teil der Werkstatt, der s.g Lacktempel – hat hunderten Zuschauern als Lokal gedient, und weitere haben von draußen geschaut.
Das Public viewing hat traditionell zu vielen Rennen einfach dazu gehört.
Und jetzt fangen Probleme an.
Herr Schimpf – bleibt (negativ) unvergessen wegen der Aktion mit der Trutzburg – macht sich wieder bei den Heppenheimern unbeliebt. Lacktempel wäre nicht mehr geeignet für solche Veranstaltung, wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen (Brand, Flucht usw). Obwohl die Organisatoren die nötigen Maßnahmen erfüllt haben. Und Bürgermeister und erster Stadtrat (CDU) haben oft in der ersten Reihe gesessen.
Ein Verbot für 2013 wurde ausgesprochen.
Wir verstehen, dass auch Hr. Schimpf nur seine Arbeit macht und wenn etwas passieren sollte, dann wäre der Schrei groß.
Aaaaber…. hier geht es wohl um was anderes…
Die Stadt hat einen Zelt für Europaplatz angeboten – aber da würde was mit den Winden nicht passen (??) Na, und kostenlos wäre es sicher auch nicht. Wie man (der Club) auch die Miete der Freilichtbühne 2011 normal bezahlen musste.
Aber was lesen wir in heutigen Zeitung!!! „Public viewing bleibt in Heppenheim“. Hallo????!!!! und wo sonst?????
Nicht zu begreifen, aber „wichtige“ Menschen haben wirklich eine Verlegung nach Bensheim oder Lorsch überlegt.
Das ist UNSER Sebastian!!! Nicht aus Lorsch und nicht aus Bensheim. Das wäre ja eine Lachnummer für die Region. Nächster Titel: „Heppenheim schafft es nicht ein Rennen von Sebastian Vettel in eigener Stadt zu schauen“ wäre glatt für die Bild-Zeitung geeignet.
Da kommt ein böser Gedanke, dass es hier mehr um Politik geht als um die Sache selbst. Der kommt nicht nur uns auf, aber wir auch in der Presse aufgegriffen. Hr. Schimpf gehört der Grünen Liste und großer Aktivist des Fanclubs Hr. Hörst der FDP. Seit seiner Bürgermeisterkandidatur bekämpfen sich beide Herren gern.
Es ist noch bisschen Zeit. Mal sehen, was passieren wird. Aber eine falsche Entscheidung werden die Heppenheimer nicht vergessen!!!!!
Es ist UNSER Sebastian – Heppenheimer Bub.

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Ohne Strom

Freitag, 23 Aug 2013 @ 17:00

4000 Haushalte am Abend eine Stunde ohne Strom
HEPPENHEIM, 21.08.2013. In und um die Stadt Heppenheim hat es gestern Abend einen Stromausfall gegeben. Nach einem Kabelfehler waren bis zu 4000 Haushalte zwischen 20.30 Uhr und 21.30 Uhr von dem Ausfall betroffen, wie der Versorger auf Nachfrage des Hessischen Rundfunks mitteilte. Betroffen war auch das Kreiskrankenhaus, dort konnte die Stromversorgung jedoch schnell wieder gesichert werden.

Das haben wir in der Zeitung gelesen. Aber was bedeutet das für dich und mich und unseren Nachbar?

Am Dienstag bin ich nach der Arbeit, um 20:30 nach Hause gekommen. Klamotten aus, Hände waschen, etwas zu trinken, Computer eingeschaltet – eine Sache musste bis morgen noch dringend geschrieben werden.
Flacker… flacker… und Ende, Bildschirm schwarz, Zimmer grau, Gesicht dumm.
Erste Schritte zum Sicherungskasten – alles in Ordnung.
Was jetzt? Jurek – mein Goldenes Händchen ist nicht da.
[…]

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Die Obrunnschlucht

Sonntag, 11 Aug 2013 @ 19:06

Gestern waren wir im Wald wandern. Im Weschnitztal. Eine Stunde gesunder Waldweg, eine lange Erdfurche… Und da ist uns in Erinnerung gekommen, dass es im Odenwald eine Schlucht gäbe.

Aber Internet weiß alles, die richtige Schlucht wurde schnell gefunden.
Ja! da fahren wir morgen hin!

Gedacht, gesagt, getan.
Heute sind wir also nach Höchst zu Obrunnschlucht gefahren – ca 1 Autostunde durch den Odenwald, aber selbst die Fahrt war schon interessant, denn in diese Gegend kommen wir selten.
Etwas mit Bedenken haben wir den Autothermometer beobachtet, der abfallende Zahlen 20…19…18…17… zeigte. Ooo, wir haben keine Jacken gehabt, irgendwie trägt man doch so etwas nicht mehr in den letzten Wochen bei der höllischen Hitze.
Ach, was, dann laufen wir schneller.
Brauchten wir doch nicht. In der Schlucht war zwar frisch, aber angenehm, die Haut war ist schön kühl, aber nicht kalt.
Es war wie im Märchen, etwas andere Welt, Wurzelwege, kleine Steigungen, Holzbrücken, enge Pfade, Stufen aus Holzstämmen.
Und das Kindliche in uns wurde wach, weil uns um jede Ecke kleine bunte Überraschungen erwartet haben – Mühle, Schloß, Burg, Posthotel, Rübenzahl. Es sind Minibauten, vermutlich nach lokalen Legenden. Da hat es richtig Spaß gemacht immer wieder vom Pfad abzuweichen und sich alles näher anzuschauen oder „Perspektiven“ zu spielen.
Leider haben Hochwasserschübe aus der unweiten Vergangenheit auch hier Schäden angerichtet und einige Stellen abgerissen (die Wassermühle) oder mit dem Schlam angeschüttet, wie den Mäuseturm.
Es war ein wunderschöner Spaziergang, der auf jeden Fall wiederholungswert wäre – vor allem zu anderer Jahreszeit.

Den Ausflug haben wir in Vettershof in Mittershausen bei Schnitzel und Kochkäse beendet.

Mit einer anderen Schlucht äugeln wir schon länger – mit der Margarethenschlucht bei Neckargerach, aber sie liegt ca 70 km (durch Odenwald) weg und da müßte man mehr verbinden. Deswegen – heute nicht.
Haha, als wir zurück gekommen sind, hat Beate von einer Bekannten Post gehabt, die u.a. geschrieben hat, dass sie heute zu Margarethenschlucht fahren. Ist das nicht ein Zufall? Fast könnte man sich die zufällige Begegnung vorstellen.
Und noch gestern haben wir darüber gesprochen.

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Die Kärb

Montag, 5 Aug 2013 @ 18:25

Wie jedes Jahr muss man als Heppenheimer am ersten Wochenende im August zu der Stadtkerwe – einem gemeinsamen Fest der Kirchen St. Peter (vom 1904) und Heilig Geist (vom 1888).
Traditionell findet sie auf dem Graben unter alten Plantanen statt. Der ist jedoch jetzt im Umbau und so wurde die Veranstaltung verkleinert, spontan auf den Parkhof verlegt. Es ist zwar ein großer Parkplatz und den Charme hat er auch der Kerwe verliehen – aber besser als gar nicht.
Den Verlust von 140 Parkplätzen in der Zeit haben die Heppenheimer ruhig und geduldig ertragen. Ich muss auch dort zu einem Patienten parken, da habe ich auch schon mal das Auto kurz „irgendwo“ abgestellt. Aber ich muss zugeben, dass ich einen Gedanken hatte: Wenn ich jetzt einen Strafzettel bekomme, dann gibt es einen saftigen Widerspruch.
Gute Laune, gute Gesellschaft, leckerer Wein oder Bier und abendliche Kühlung nach den hitzigen Tagen – es war OK.
Statt der gewohnten 1500 Sitzplätze wurden am Parkhof nur 300 geboten, aber das hat am Freitag auch gereicht.
Am Freitag haben wir uns mit Freunden auch auf den Weg gemacht. Das Terrain wurde schnell überblickt und ein Tisch, der sich einladend angeboten hat, gleich belegt – zentral und strategisch optimal, denn von da haben wir alles im Blick und nicht weit zu den Eßbuden gehabt und fast jeder musste an uns vorbei.
Sogar paar Leute haben im Zelt getanzt!! Oh, Gott, bei der Hitze!
Zur Eröffnung wurde am Freitag nachmittags vom Pfarren Meurer und Bürgermeister Burelbach der erste Bierfass „fä umme“ angezapft, der sehr schnell leer war, haha.
Die Feierlichkeiten dauern immer vier Tage – so auch jetzt. Und am Sonntag haben sich noch 150 Gläubige im aufgeheizten Zelt zum Agapefest getroffen, um bei Wein und Brot gemeinsam die Ökumene zu feiern.
Der Rest will einfach feiern und Fruende treffen.

Zur Erinnerung: Konsekriert wurde die Kirche Sankt Peter am 1. August 1904 von Bischof Georg Kirstein, dem auch die Formulierung „Dom der Bergstraße“ zugeschrieben wird. „Ist uns gutes Wetter beschieden, dann wird unsere Stadt einen Fremdenzuzug erleben, wie er noch nie da gewesen“, prognostizierte das Verordnungs- und Anzeigeblatt. Von einem „Fremdenzuzug“ kann natürlich nicht mehr die Rede sein. Die „Kärb“ ist ein Fest von Heppenheimern für Heppenheimer, die am Wochenende weitgehend unter sich blieben.
Gleichwohl darf daran erinnert werden, dass zur „Weihe der Kirche“ vor 109 Jahren sogar Sonderzüge eingesetzt wurden. Tausende kamen. Die nach Plänen des Mainzer Dombaumeisters Ludwig Becker vorgenommene Kirchenerweiterung war wegen einer wachsenden Zahl von Gläubigen notwendig geworden. Im Jahr 1900, als mit den Erdarbeiten begonnen wurde, bekannten sich 4720 von 5779 Heppenheimern zum Katholizismus.
(Zitat Starkenburger Echo, 5.8.13)
Mehr:
http://www.echo-online.de/region/bergstrasse/heppenheim/Stadtkerwe-im-Geist-der-Oekumene;art1245,4170112

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Rimini

Mittwoch, 3 Jul 2013 @ 16:38

So viel ist uns vom Rimini-Restaurant geblieben, Leere, zugehängte Fenster und viele Fragen.
Das war früher, über viele, viele Jahre, eine recht gute Pizzeria und Eisdiele. Nicht die Beste, aber ganz OK. Sie war nicht weit von uns, so haben wir manchmal kleinen Spaziergang gemacht, damit das Eis am Ziel leichter schmeckt. Oder manche Fahrten wurden dort spontan beim Bierchen (auch alkoholfrei) beendet.
Man konnt gut sitzen. Ein Wintergarten war im Sommer offen und im Winter diente er als Raucherteil. Bunte Bestuhlung außerhalb wurde erst dieses Jahr angeschafft. Drin war ganz „normal“, aber ich mochte die dominikanischen Bilder an den Wänden – die haben wir gleich erkannt, da wir sie auch zu Hause haben. Der Inhaber-Italiener hat mal erzählt, dass er gern dort Urlaub macht.
Als wir jetzt in Polen waren, ist es passiert…
Abends haben die Gäste wie immer ihre Pizza und Eis gegessen. Als der Koch danach morgens zu Arbeit gekommen ist, war nichts mehr da. Alles war Leer und zugehängt. Das mußte für ihn ein dummes Gefühl sein.
Nachts wurde alles heimlich abgeräumt und der Eigentümer verschwunden.
Natürlich kocht jetzt die Gerüchteküche. Dass er Steuerschulden hätte, Mietschulden, Gehälter nicht bezahlt, dass Mafia im Spiel war. Manche nennen sogar die Schuldhöhe.
Aber war soll man über solches Verhalten denken? Dass Menschen zu ihren Wurzeln zurückkehren ist nicht selten und Ok. Aber wer heimlich solche Aktion durchstartet, der hat was zu verbergen, und nicht wenig.
Außerdem fällt es schwer sich vorzustellen, dass er plötzlich von solchem Heimweh ergriffen wurde, dass er um 23 Uhr spontan die Entscheidung getroffen hat.
Der Glasgarten (für Raucher) wurde auch vom Mobiliar freigeräumt. Er hat doch nicht alles reingestellt und zugehängt. Warum sollte er das nachts machen?
Also? er hat alles augeladen und mitgenommen.
Das heißt alles war gut geplant.
Fragen ohne Antworten.
Uns bleibt nur das Warten was und WER jetzt da rein kommt.
Man munkelt so bisschen, dass Antonio interessiert wäre. Er wollte angeblich immer wieder nach Heppenheim zurück. Rimini wäre vielleicht zu klein und müßte etwas umbebaut werden, aber wenn die Eisdiele weg käme, dann könnte es passen.
Das wäre schön. Und Sebastian Vettel hätte sich auch gefreut, denn Antonio ist sein Lieblingsgastronom.

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Bülent Ceylan

Samstag, 1 Jun 2013 @ 10:50

Bülent Ceylan – in Heppenheim auch als „Sebastians Vettels Boxenluder“ bekannt – gibt uns seit gestern bis morgen, 3 mal, auf der Freilichtbühne, mit dem Programm „Wilde Kreatürken“, die Ehre. Und das macht er perfekt und lustig, spontan und selbstironisch. Da bleibt kein Auge trocken – und das liegt nicht nur am begleitenden Regen.
Das Boxenluder ist vor zwei Jahren geboren, als Sebastian Vettel nach der 2. Weltmeisterschaft einen Heimauftritt hatte und Bülent als Extrabonbon mit aufgetreten ist.
Er ist halb-Deutscher, halb-Türke und unser Nachbar – ein Mannemer Bub (= aus Mannheim, 20 km von HP).
Zwei Auftritte waren geplant und dritter – gestern noch dazu.
Und wir waren dabei!!! Obwohl nicht viel gefehlt hätte und unsere Karten wären mit dem Regen fort…
Während in Nachrichten von Überschwemmungen die Rede ist und in HP die Feuerwehr die Keller leer pumpt, wird auf der Freilichtbühne Spaß unter freiem Himmel geplant.
Ohhh Maaaann!! So groß kann der Spaßfaktor nicht sein, um das Nasse gut zu machen… Wir gehen nicht, wir gehen doch, oder nicht, ach komm… So ging es den ganzen Nachmittag. Gut, dass wir mit Freunden verabredet waren, die uns den richtigen Tritt in den (noch) trockenen A… gegeben haben.
Ausgestattet mit goldenen Notfallfolien, Fahrrad- und Bundeswehrponchos, Regenjacken, Wanderschuhen und Glühwein in Thermosflasche (letzte Flasche vom Winter, wie gefunden am 31 Mai, haha) sind wir los.
Regenschirme waren wegen Augen-ausstechen und Sicht-versperren (und auf-nächste-Schulter-tropfen) verboten. Das haben Viele aber nicht so ernst genommen und mussten dann vor dem Eingang einen Kasten mit ihrem Eigentum füllen. Es hat toll bunt ausgesehen. Ich möchte nicht wissen, wie man später im Dunklen unter den 500 (oder locker mehr) Schirmen den eigenen finden sollte.
Taschenkontrolle… Aber Jurek hat unsere Thermokanne mit Lächeln, unter dem Umhang, reingeschmugelt. Ha! so gut hat uns ein Glühwein noch nie geschmeckt.
Überraschung… 2000 Stühle haben die Fläche vor der Bühne gefüllt. Die Steintreppen (oben darüber ist Wald und große Bäume) wurden wegen aufgeweichtem Boden und Gefahr von abfallenden Ästen gesperrt.
Trotz Regen sind keine Stühle frei geblieben, das hätten wir nicht gedacht. Und Bülent sicher auch nicht.
Auftritt von Bülent… Was soll man sagen? Er konnte NUR GUT sein!! Etwas anderes haben wie auch nicht erwartet. Und: dieses Programm bekommst du im TV nicht zu sehen, denn es war auf uns zugeschnitten, im Dialekt, mit lokalen Gegebenheiten, die Bülent ja auch bekannt sind.
Er konnte sein Mannemer Dialekt sprechen, ohne Sorgen, dass er nicht verstanden wird, haha. Es war fast ein Heimspiel.
– Denkt ihr, dass ich Hochdeitsch redd?
– Ihr, Hepprumer kennts doch selwer net.
– Ich konn hier sou redde, wie ich redd.
Unser Mut wurde unerwartet belohnt und der Regen ist dann doch „ausgetrocknet“ (irgendwann muss doch oben leer sein, oder?). Wir konnten sogar die Regensachen ablegen. Hurraaaaa!!!!! Danke lieber Himmel, Gott, Partei, Buddha und Französischer Revolution!
Für heute und morgen wünschen wir Euch genau so viel Spaß und mindestens so viel Trockenheit, wie gestern.

Wort zum Sonntag…
Vor nicht langer Zeit wurde über eine Überdachung der Freilichtbühne nachgedacht. Es ist ein sehr schöner Ort, am Hang zwischen Schlossberg und Maiberg, mit Blick auf die Burg. Auf die Sitztreppen passen ca. 4 Tausend Menschen. Aber auf dem Maiberg wohnen paar Heppenheimer mit Einfluss (mindestens finanziellem) und sie möchten dort in Ruhe wohnen. Große Veranstaltungen bringen aber Lärm mit sich. Na ja… klar, allein wenn die Tausende Menschen wieder nachts runter gehen und jeder unterhält sich normal, ist es sicher laut.
Nebenbei: Sebastian Vettel hat auch ein Haus an der Strasse gekauft, eine wunderschöne alte Metztendorfwilla Kappeleck. Aber er wird eher selten da wohnen. Und Bülent Ceylan, sein Kumpel, würde ihn sicher nicht stören, sie würden zusammen ein Bier trinken.
Aber liebe Maiberger, ihr habt so schöne Lage und Aussicht bis nach Hunsrück, ist es wirklich so schlimm, wenn paar mal im Jahr (bis jetzt 3-5 mal) die Anderen bei Euch Spaß haben? Kommt doch dazu. Oder fahrt mal Essen (kann auch Kochkäse sein, nur etwas weiter, damit es länger dauert) – vielleicht entdeckt Ihr wieder, dass man sich auch schön unterhalten kann. Oder schließt einfach die Fenster.
Manchmal sollte das Wohl der Allgemeinheit über der Ruhe des Einzelnen stehen.

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