Afrika in Heppenheim

Afrika? Ja, neben afrikanischen Temperaturen im Sommer, die locker sogar 38° und mehr erreichen und Palmen in dern Gärten, können wir jetzt auch noch  afrikanisch essen.

Im Februar wurde in der Heinrichstraße ein neues Lokal geöffnet – eben afrikanisch.
Davor schon kleine Vorfreude. JUHU! – Kudu, Orix, Krokodil… Namibische Küche bizzelt uns noch auf den Zungen.
Nein, so sollte es nicht sein. Das wurde schon zeitig klargestellt. Es gibt kein Krokodil und Antilopen. Es wird äthiopisch-eritreische Küche geben.
Die Wirte – das junge Ehepaar Feven Asefa Alema (die Küchenchefin) und Tekestebrhan Alema (er bleibt in seinem Beruf und ist im Restaurant nur abends) – leben seit über 2o Jahren in Deutschland und machen sich jetzt selbständig.
Kurz: Wir wollen uns das anschauen.
Das haben wir gestern gemacht und waren mit Freunden dort. Alle in Afrika  gewesen (Namibia und nächstes Land schon gebucht) und von dem Kontinent begeistert.

Wir waren um 18 Uhr da, es war noch ziemlich leer – so konnte ich paar Fotos machen.
Das Lokal ist nett eingerichtet. Es war etwas kühl und in der Ecke an unserem Tisch rauschte ein Warmlüfter – und es war uns deswegen gar nicht zu warm.
An den Tischen waren mehrere afrikanische Gäste, manche junge Leute, manche ältere. Einige Sprachen.
Das Lokal bietet 60  Plätze, an verschiedenen Tischen: normale, kleine, niedrige oder unter Strohdach. Was ich zuerst als Kindertisch gedacht habe, ist eine schöne Kaffeeecke, wo Kaffee aus selbstgerösteten Bohnen auf dem Boden zubereitet in Minitässchen serviert wird. Auf traditionelle Art.
Die Karte brachte uns bischen zum Schmuntzeln – mit vielen Schreibfehlern, (zu-) kleine Abbildungen verdecken manche Buchstaben. Kein Problem, das war im Vietnamesischen Lokal an der B3 (und in vielen anderen ausländischen) auch so.
Es gibt Lokalbier (das trinken wir immer in allen Ländern). Hier: aus Mango oder Banane getrunken aus Kalebasse. Die Schale ist rund und wird auf einem Holzring gestellt. Lustig, man muss etwas aufpassen. Das Bier ist lecker und erfrischend. Das Bananenbier fanden wir besser.
Sehr lecker war die Vorspeise: frittierte Ecken aus Fladen gefühlt mit Linsen.
Das Hauptessen war schon etwas  (ok, etwas mehr…) gewöhnungsbedürftig. Obwohl mein Lamm mit Reis fand ich recht gut.
Lamm, Rind, Hähnchen – alles etwas anders zubereitet, gewürzt und …serviert!
Jeder Teller/silberne Plate wird einzeln in einem flachen Korb aus Bast mit “Sombrero-Hut” abgedeckt gebracht. Verschiedene Sachen liegen auf dünnen kalten Fladen (aus Teffmehl). Man kann alles mit Fingern essen.  Da haben wir fragen müssen: Wie macht man das mit Fingern, damit man sich nicht versaut? Das hat man uns mit nettem Lächeln erklärt … und angeboten, dass wir auch Besteck bekommen können. Ja, das wird wohl besser. Denn schon der erste Griff mit Fingern in den Spinat hat uns gezeigt “so nicht”, da fehlt uns die Übung.
Plötzlich haben wir intensiven Röstduft wahrgenommen. Kaffee?
Und eine schöne Frau mit weißen afrikanischen Kleidung ist hin und her gegangen. Beim Weggehen haben wir sie in der Kaffeeecke gesehen. Schönes Bild. Schade, dass ich kein Foto gemacht habe.
Das Peronal war sehr nett, immer lächelnd, hat alle unsere Fragen beantwortet: Was ist das? Aus welchem Mehl sind die Fladen? Was ist Teffmehl? Wie ißt man das? Was empfehlen Sie uns?

Es war ein netter Abend. Unsere Neugier zu Heppenheimer afrikanischen Küche haben wir gestillt. Die Küche hat uns nicht so zugesagt, deswegen werden wir wohl nicht noch mal hingehen. Obwohl… wer weiß? Etwas anderes bestellen?
Aber das Lokal war voll, man hat gesehen, dass sich Gäste wohlfühlen.

Wir empfehlen auf jeden Fall es mal auszuprobieren.

http://www.echo-online.de/lokales/bergstrasse/heppenheim/horn-von-afrika-neues-restaurant-eroeffnet-im-februar-in-heppenheim_18440927.htm

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Data: Sonntag, 4 Mrz 2018 @ 16:11

Autor: Themengebiet: In der Umgebung

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