Unsere Meinung

Sebastian ist weg, Gespräche bleiben noch lange. Die meisten Menschen sind begeistert. Es müssen jedoch immer auch Leute dabei sein, die in allem Negatives finden, oder mindestens bisschen die Stimmung trüben.
Ich möchte hier paar Fragen und Gegengedanken formulieren.
Sebastian lebt in Schweiz und zahlt keine Steuer in Deutschland.
Ja, das stimmt, heute war sogar Bild von seinem Bauernhof bei Konstanz. Schön. Und es kommen noch Tennisplatz und Schwimmbecken dazu. Nun, er macht nichts Illegales, nur das, was ihm das deutsche Recht erlaubt. Da gibt es genug andere, die „interessanter“! wären. Viele Prominente leben im Ausland, vielleicht nur wegen Steuern, vielleicht auch deswegen, dass sie sich ihr Brot ruhig holen wollen, wie ein Müller und Meier. Aber der Name wird für Deutschland (z.B. Heppenheim) gemacht. Und gespendet wird auch oft großzügig. Wie viel hast du bei letzten Katastrophe gespendet? Kannst nachholen, demnächst ist wieder Red-Nose-Day. Und wie viele Bleistifte hast du bei letzten Steuererklärung abgesetzt?
Sind wir mal ehrlich: hätten wir genug Millionen gehabt, dass sich der Aufwand lohnt, dann hätten wir es doch auch gemacht, oder? Aber dich und mich lässt man nach Schweiz gar nicht erst rein.
Er soll für seine Ausbildung zahlen, wenn er nicht hier lebt.
Sebastian hat gerade mal Abitur erreicht, mehr hat er mit 18-19 Jahren nicht geschafft. Das ist Allgemeinausbildung, die uns das Grundrecht garantiert und bis jetzt musste noch niemand die Kosten zurück erstatten.
Ein Schnösel, der noch nichts im Leben geschafft hat. – das war ganz böser Kommentar in Echo on-line, nach dem Home Run, als Vettel erst „noch“ Vizemeister war. Na, da hat sich wohl viel Neid angestaut. Nichts geschafft? Er war in seiner Disziplin zweitbester auf der Welt. In welcher Disziplin bist du bei den ersten 20 auf der Welt? Oder in Deutschland? Aber doch mindestens bei den besten 5 in Heppenheim, oder! Er hat Heppenheim bekannt gemacht. Was machst du für deine Stadt? Der Schnösel ist Weltmeister geworden. Und jetzt?
Was das kostet! Alles aus unseren Steuern. Ja, solche Events, Home Run und ähnliche Festivitäten kosten viel Geld. Aber was sie bringen! Menschen haben Spaß und Freude, schöne Tage, Erinnerungen, beste, lebendige Werbung für die Stadt. Was kostet Beseitigung vom Vandalismus in Zügen, Graffiti, Polizei bei Fußball und Randale, Brückenbau ohne Straße? Bei Sebastians Auftritten wurde nichts demoliert, niemand verletzt.
Viele Tausende haben sich gefreut über die Veranstaltungen, sind stolz auf Sebastian und müssen nicht mehr erklären, wo Heppenheim liegt.
Andere schauen interessiert, neugierig oder auch etwas neidisch – und wir sagen: ja! wir wohnen hier. Es ist einfach schön.
Und wer Loch im Ganzen sucht, wird es auch finden, und dann ist wieder nicht gut, denn das Loch ist lang und nicht rund. Ojej…

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Data: Dienstag, 23 Nov 2010 @ 17:59

Autor: Themengebiet: Sebastian Vettel

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Ein Kommentar

  1. 1

    Für die, die immer noch meinen, dass diese Veranstaltung „zu teuer“ war, ein Zitat aus der Sport1-Homepage:

    „Vettels Titel beschert seiner Heimat nun einen Werbewert von mehr als 100 Millionen Euro. „Der Kreis müsste einen dreistelligen Millionen-Betrag investieren, um den gleichen Marketingeffekt zu erzielen, wie er ihn jetzt durch Sebastian Vettel weltweit erzielt“, sagte Matthias Wilkes, Landrat des Kreises Bergstraße“

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