Trutzburg (zum 4.)

Das Thema der illegalen Burg schlägt weiterhin Wellen in unserer Stadt. Das ist schon ein Tsunami. So laut um eine Sache war schon lange nicht.
Das Starkenburger Echo druckt jeden Tag Leserbriefe und Artikel. Und Medien machen unsere  Zwei-Burgen-Stadt weit über die Grenzen bekannt. Jetzt haben wir Vettel und illegalen Ritter!
Facebook hat eine Seite über Trutzburg. Da sind auch viele aktuelle Berichte.
Die Meinungen zum Bau sind geteilt, oh,jeee! sehr geteilt!
Ämter bleiben hart: „der Bau muss weg! “
Es drängt sich leicht der Eindruck, dass man jetzt  versucht das Gesicht zu retten, denn alle fragen sich: wo waren die wichtigen Menschen 9 Jahre lang? Die Burg ist zwar illegal, aber den Ämtern seit Anfang doch sehr  bekannt.
„Bau muss weg, nicht auszudenken, was wäre, wenn einem Kind etwas passiert!“ Hallo? Neun Jahre hat es niemanden interessiert, ob da einem Kind der Turm auf den Kopf fällt.
„Statik ist nicht überprüft“ – na, dann überprüfen! Und so schlecht kann sie nicht sein, hält schon paar Jährchen.
„Der Bau hat keinen historischen Wert“ – das hat die Starkenburg vor 1000 Jahren auch nicht gehabt (und sogar auch keine Baugenehmigung, bis heute!).
Imker Volker S. ist in die finanzielle Schieflage geraten, als es seine Bienchen und Honig privatisiert  und liebe Grüße vom Finanzamt bekommen hat. Der Bienenfleiß hat  für Volker und Fiskus  nicht gereicht. Schade.
Klar, Regeln müssen gewahrt werden. Bau muss technisch stimmen, Sicherheit geht vor…
Ja.
Aber, wie dass so ist im Leben, vor Gesetz sind alle gleich… und manche sind gleicher. Die Stadt hat auf historischem Markt kalte unschöne Beleuchtung angebracht ohne Genehmigung des Denkmalschutzes, während der Privatmann nicht mal über die Farbe seiner Fensterrahmen entscheiden darf.
Nun, wir gehören auch zu den Menschen , die meinen, hier muss man irgendwie Ausnahme schaffen, um die Sache ordentlich zu regeln!!!!
Der Hessischen Bergstraße passiert kein Schaden, wenn das Grundstück keinen Wein bringt.
Vielleicht auch umzäunen, Betreten-verboten-Eltern-haften-für-ihre-Kinder  Tafel stellen und schauen, was die Zeit mit dem Bau macht. Er passt in die Landschaft, er wird mit ihr verschmilzen und bleibt irgendwann ein Erzählkapitel der Stadtgeschichte.
„Der Verbot würde Kinder  gerade anziehen“. Möglich. Kinder leben gefährlich und bringen sich leider immer wieder in dumme Situationen. Mit oder ohne Verbote. Wenn nicht die Burg, dann finden sie andere Stellen.
Wobei… gibt es noch Kindern, die Abenteuer spielen? So echt, draußen? Mit Kratzern und Beulen?
Vorerst wurde leider schon die Kräuterspirale abgerissen. Über den Rest wird in 4-5 Wochen entschieden.
Also… noch eine Hoffnung.

Abreisen geht schnell und ist unwiderruflich.
Und danach? Werden dort Weinstöcke gepflanzt und wir werden fünf Liter Wein davon trinken und  den Enkelchen „weißt du, hier war einmal ….“ erzählen?
Vielleicht. Deswegen sammeln Sie  Bilder und Zeitungen, damit wir für unsere Märchen nicht als dement bezeichnen werden. Denn manche Erzählungen der Alten sind wahr.

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Data: Sonntag, 11 Mrz 2012 @ 9:31

Autor: Themengebiet: Kurios und besonders

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Ein Kommentar

  1. 1

    Bin durch die Weinberge gelaufen was sah ich da große Wochenendhäuser die auch nicht genehmigt sind un viel größer als die 2mal2 Meter sind die müssen auch weg sonst wäre es nicht gerecht. 

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