Sturm

Marktplatz (FOTO: JOCHEN BERTSCH)Am Sonntag abends ist über Heppenheim ein kurzer aber recht gewaltiger Sturm gezogen.
Noch kurz davor haben wir im Wohnzimmer gesessen, Terrasse offen, warm.

Plötzlich hat sich verdunkelt, Regen setzte erste Tropfen runter…
Dann ging alles schnell! Sehr schnell!!
Wind, Regenguss, eine Wasserwand versperrte vollkommen die Sicht auf das Nachbarhaus – ca 20 Meter entfernt.
Türen zu, Fenster zu!
Oh, die Sitze auf der Terrasse werden voll nass, obwohl sie ziemlich tief unter Glasdach stehen. Egal.
Jurek wollte ein Fenster schließen und ist bei der Windwucht fast zurück ins Zimmer gedrückt worden – samt Fenster. Mit Kraft musste es zudrücken. Gleiches ist mir passiert mit einem Dachfenster – ich dachte der Wind  würde es mit aus der Hand reißen.
Am anderen Fenster hat sich eine große Pfütze auf dem Boden gebildet – oj! da lief Wasser rein, durch geschlossenes Fenster. Handtücher her!

Nach paar Minuten war alles vorbei.
Um das Haus alles zugeschüttet mit Blättern, kleinen Ästen Birnen vom weit entfernten Baum, Weintrauben kullern, Sträucher liegen etwas breit…

Heute früh konnte man erst den Ausmaß in der Stadt sehen: paar entwurzelte Bäume (Foto), hier und da Stämme schon geschnitten und Äste auf einen Haufen geordnet, bei Autohaus Eck wurde eine Zeltplane gehoben und ist mit dem Gestänge auf mehrere Autos gefallen, einige sogar durchbohrt (Foto). Am Eckweg sind im Weinberg Schäden entstanden, alter Mandelbaum umgekippt.
Alle Leute haben über den Sturm geredet.

(Fotos vom Arbeitskollegen Marcel R.)

Ich habe bei Patienten einen Eimer runter geschüttelte Äpfel bekommen – ojej, sie waren noch nicht mal ganz reif, aber ich habe sie schön verarbeitet, hmmmmm.

Den ganzen Tag haben wir kein digitales TV, kein Internet, kein Telefon.
Ha! in der Küche können wir analog fernsehen – war praktisch bei der Apfelarbeit. In einem Zimmer ist auch analog TV – da habe ich dann einen Berg Wäsche gebügelt. Dann habe ich geputzt. Um das Haus habe ich vorher schon alles gefegt – schaufelweise Trauben, Blätter, Äste…
Steuer könnte man noch machen, haha.
Irgendwie muss man die Zeit sinnvoll nutzen, bis die Technik nach dem Sturm wieder hergestellt ist.


Dienstag, 11,08, „Starkenburger Echo“: über 100 Feuerwehreinsätze wurden gefahren, 3 Eisenbahnstrecken waren gesperrt. Am schlimmsten bei uns hat es Bensheim, Heppenheim, Lorsch, Lampertheim getroffen. Aber es wurden keine Personen und Tierschaden gemeldet.
Mittwoch, 13.08 – Foto oben in der Ecke (Starkenburger Echo) zeigt unser Markt mit einem der Lokale – Empanada. Alles zerstört, Glas, Tische, Geschirr. Die Gäste sind in Panik ins Innere geflüchtet, alles ist auf den Tischen geblieben.

Tags »

Data: Montag, 11 Aug 2014 @ 19:25

Autor: Themengebiet: Himmel und Erde

Feed do wpisu: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren.

Kommentar abgeben

Login erforderlich