Rimini

So viel ist uns vom Rimini-Restaurant geblieben, Leere, zugehängte Fenster und viele Fragen.
Das war früher, über viele, viele Jahre, eine recht gute Pizzeria und Eisdiele. Nicht die Beste, aber ganz OK. Sie war nicht weit von uns, so haben wir manchmal kleinen Spaziergang gemacht, damit das Eis am Ziel leichter schmeckt. Oder manche Fahrten wurden dort spontan beim Bierchen (auch alkoholfrei) beendet.
Man konnt gut sitzen. Ein Wintergarten war im Sommer offen und im Winter diente er als Raucherteil. Bunte Bestuhlung außerhalb wurde erst dieses Jahr angeschafft. Drin war ganz „normal“, aber ich mochte die dominikanischen Bilder an den Wänden – die haben wir gleich erkannt, da wir sie auch zu Hause haben. Der Inhaber-Italiener hat mal erzählt, dass er gern dort Urlaub macht.
Als wir jetzt in Polen waren, ist es passiert…
Abends haben die Gäste wie immer ihre Pizza und Eis gegessen. Als der Koch danach morgens zu Arbeit gekommen ist, war nichts mehr da. Alles war Leer und zugehängt. Das mußte für ihn ein dummes Gefühl sein.
Nachts wurde alles heimlich abgeräumt und der Eigentümer verschwunden.
Natürlich kocht jetzt die Gerüchteküche. Dass er Steuerschulden hätte, Mietschulden, Gehälter nicht bezahlt, dass Mafia im Spiel war. Manche nennen sogar die Schuldhöhe.
Aber war soll man über solches Verhalten denken? Dass Menschen zu ihren Wurzeln zurückkehren ist nicht selten und Ok. Aber wer heimlich solche Aktion durchstartet, der hat was zu verbergen, und nicht wenig.
Außerdem fällt es schwer sich vorzustellen, dass er plötzlich von solchem Heimweh ergriffen wurde, dass er um 23 Uhr spontan die Entscheidung getroffen hat.
Der Glasgarten (für Raucher) wurde auch vom Mobiliar freigeräumt. Er hat doch nicht alles reingestellt und zugehängt. Warum sollte er das nachts machen?
Also? er hat alles augeladen und mitgenommen.
Das heißt alles war gut geplant.
Fragen ohne Antworten.
Uns bleibt nur das Warten was und WER jetzt da rein kommt.
Man munkelt so bisschen, dass Antonio interessiert wäre. Er wollte angeblich immer wieder nach Heppenheim zurück. Rimini wäre vielleicht zu klein und müßte etwas umbebaut werden, aber wenn die Eisdiele weg käme, dann könnte es passen.
Das wäre schön. Und Sebastian Vettel hätte sich auch gefreut, denn Antonio ist sein Lieblingsgastronom.

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Data: Mittwoch, 3 Jul 2013 @ 16:38

Autor: Themengebiet: Bunt und krumm

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