Trutzburg. Teil 1

Sonntag, 22 Jan 2012 @ 21:00

Gelesen im Starkenburger Echo.

Was hat man da plötzlich in Heppenheimer Weinbergen entdeckt?
Eine Trutzburg am Hasenberg, zwischen Maiberg und Erbach.
Da hat ein Grundstückeigentümer seine kindlichen ritterlichen Träume verwirklicht und über sieben Jahre mitten im Weinberg eine Burg gebaut.
Diese Tatsache ist zum Erstaunen aller Beteiligter bei einem Versteigerungstermin ans Licht gekommen.
Eine neue Burg? Zweite in Heppenheim? Illegal?!
Das Zeitungsbild hat viel versprochen…
Die Strecke ist nicht so lang, das müssen wir uns mal ansehen! Das können wir nicht so lassen!
So sind wir heute in die unbekannte Gegend – denn dort waren wir wirklich noch nie – losgegangen.
Es hat etwas gedauert, ein Stück hoch, kurz runter, Wind, Kapuzen an, volle Begeisterung in Jureks Augen (haha) und meine Entdeckungslust…
Und dann habe ich sie schon hinter einer Kurve entdeckt! Die illegale Burg.
Die Trutzburg im Wingert. Imposant. Unvorstellbar, dass bis jetzt unbekannt geblieben…
Sie hat Türme, Tore, Mauer, Innengänge, Oberburg, Unterburg und so viel Details, dass man die eingearbeitete Liebe und Faszination förmlich zwischen den Steinen riecht.
Liegen gelassenes Werkzeug, Zementwanne, Steine – deuten auf unterbrochene Arbeit und beweisen, dass das Werk der Vorstellung des Erbauers nach noch lange nicht fertig wäre.
Rundum Weinreben, Obstbäume.
Es war, wie im Märchen, so unrealistisch. Was ist das?
Das Grundstück soll verkauft werden. So etwas darf man nicht vernichten! Ich kann mir vorstellen, dass jetzt jemand es schon allein wegen der Burg kaufen könnte. Ein Romantiker, ein Freak.
Es handelt sich um zwei Grundstücke, zu 2800€ und 6000€ – auf welchem die Burg steht, geht aus dem Artikel nicht hervor.
Um die Genehmigung lässt sich sicher auch im nach hinein mit den Ämtern verhandeln. So was kann man doch nicht vernichten!!!!
Im Sommer, wenn alles rundum grün ist – will ich wieder dahin!

Bei der Gelegenheit haben wir auch im Wingert eine neue Sorte Wein entdeckt..:

Hohes C

Hohes C

Da freuen wir uns schon auf den Weinmarkt. Na, wegen Gesundheit.

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Justus und Julius Liebig

Samstag, 19 Nov 2011 @ 12:33

Zufällig bin ich im Internet auf einen Artikel über die Fotografie im (unseren) polnischen Toruń (Thorn) gestoßen. Eigentlich über ihre 150-jährige Geschichte.
Ich lese, dass ein der ersten Fotogeschäfte in Toruń Herr Julius Liebig gehört hat.
Vermutlich würde ich die Information übersehen, aber der Name Liebig ist eng mit der Geschichte unserer Stadt verbunden.
Justus von Liebig – späterer Chemiker, Professor der Universitäten in Gießen und München – hat seine Karriere in Heppenheim begonnen, wo er am Marktplatz die Apothekenlehre machen sollte. Leider hat er schon früh die Faszination zu Chemie entdeckt und heimlich im Dachgeschoss eigene Versuche durchgeführt – dabei eine Explosion und Brand verursacht. Damit war nach kurzen 10 Monaten seine Apothekerlaufbahn beendet.
Und uns sind ein historisches Haus „Liebigapotheke“, Liebigstrasse, Liebig-Apotheke (die mit echten Medikamenten) und berühmter Name im Register geblieben.
Justus von Liebig kennt eigentlich jeder, ohne es zu wissen – er hat den Bouillonwürfel erfunden.

Was hat das eine mit dem anderer zu tun? Eben, das ist meine Frage.
Der Vater von Justus, Johann Georg Liebig, hat ein Geschäft mit Farben und Drogeriewaren in Darmstadt gehabt. Daher kommt wohl der Bazillus für Chemie bei Justus, der im 1803 auch dort geboren wurde.
Der Toruner Fotograf Julius Liebig hat sein Geschäft um 1865 betrieben. Ein anderer Artikel datiert Bestellungen bei Julius schon auf 1843.
Farben…/ Fotografie?… – Name?… Zeit?…
Es interessiert mich, ob ein Zusammenhang zwischen den Personen besteht. Die Herren könnten auch Brüder oder Cousins sein.
Ich habe alles (glaube ich) aus dem Internet rausgekratzt, kann aber leider keine näheren Informationen über die Familie von Justus finden.
Wer könnte mir etwas ins Öhrchen flüstern? Meine Neugier stillen?

Polnische Artikel:
Gazeta.pl Toruń
OrbiTorun.pl

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Suzuki

Sonntag, 23 Okt 2011 @ 11:28

Wer die aktuelle Staffel „Das Supertalent“ schaut, hat die Chance ein Auto zu gewinnen. Man muss nur anrufen, Gebühr entrichten (das ist das wichtigste Element des Spiels…), eine lächerliche Frage beantworten und dann nur noch unter den Tausenden Anrufern ausgelost werden. Diesmal steht immer ein Suzuki Swift für Dich bereit.
Ein aufmerksames Auge registriert, dass die Autos aus der Werbung für Anrufe eine HP-Nummer haben.
Ja, über viele Jahre, seit 1976, haben wir in Heppenheim ein Montagewerk von Suzuki Motorräder gehabt. Vor paar Jahren konnten sich die Stadt und Werk über Ausbauten nicht einigen und Suzuki emigrierte 2002 in feindliche Lager nach Bensheim.
Aber Bensheim gehört zu unserem Kreis Heppenheim und somit fahren sie auch mit KFZ-Nummern HP.
Also, Heppenheim grüßt die Teilnehmer und die Zuschauer vom „Supertalent“!

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Weltmeisterparty in der Heimat

Sonntag, 23 Okt 2011 @ 10:45

Zwei mal Weltmeister – zwei Zeigefinger. Auf das dritte Mal sind wir gespannt…
(Foto DPA)

Gestern am 22.10. durften wir den doppelten Weltmeister in unserer Stadt begrüßen.
Großes Medienspektakel – 300 Medienvertreter aus der ganzen Welt (sogar Brasilien und Russland) haben sich angemeldet, alle Hotels in der Umgebung waren ausgebucht.
Die Party wurde für 16:00 Uhr geplant und wegen großem Ansturm der Fans wieder auf den Europaplatz verlagert. Erwartet wurden 30 000 und der Platz war wirklich voll, vielleicht wurde die Zahl noch überschritten. Die ersten pilgerten mit Kind und Kegel schon vor 14 Uhr hin. Sogar Bensheimer sind gekommen (haha).
Über eine LED-Leinwand neben der Bühne war das Geschehen für alle – nah und weit – gut sichtbar.
Sebastian – wie immer, sympathisch, natürlich, bescheiden, schlagfertig und witzig. Er hat von zu Hause (im TV oder aus dem Fenster) schon die Massen gesehen und hat sich gefragt, „wer noch käme, denn so viele Leute können doch nicht nur wegen ihm kommen“.
Haha. Doch! […]

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Weltmeister!

Sonntag, 9 Okt 2011 @ 19:26

Sebastian Vettel ist der jüngste doppelte Weltmeister der Formel 1!!!
In Heppenheim große Freude. Jung und Alt – alle jubeln. Das ist ja auch unsere Pflicht – das ist Lokalpatriotismus.
Im Autohaus Goss war public viewing und nach dem Rennen ein freudiges hupendes Korso. Ein Muss – ist doch unser Junge!
Nach dem letzten Rennen hat ihm zu Weltmeisterschaft nur noch ein Punkt gefehlt – da hätte 10. Platz gereicht.
Eine Kleinigkeit, jedoch selbst Sebastian hat gestern gesagt: man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. ZB durch eine Panne am Fahrzeug könnte er aus dem Rennen ausscheiden – wäre schade, man müsste zum nächsten Termin warten.
Die Spannung hat die Leute früh aus den Betten geholt. Und es hat sich gelohnt.
Sebastian ist sogar dritter geworden, obwohl er so gern gewinnen würde, und das hat ihn schon heute, vier Rennen vor Sesonende, zum zweiten mal zum Weltmeister der Formel 1 gemacht.
Jetzt könnte er die Beine gemütlich lang strecken – was im Boliden doch etwas schwer sein müsste.
Sebastian ist überwältigt, bedankt sich bei seinem Team. Ja, er ist weiter bescheiden und bodenständig geblieben.
Sein Kalender ist jetzt voll, aber wir hoffen, dass wir nicht zu lang auf sein Besuch in der Heimat warten müssen.

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Zu Hause pflegen (Oktober – November 2011)

Donnerstag, 1 Sep 2011 @ 18:20

Zu Hause pflegen - Kursprogramm zur Unterstützung pflegender Angehöriger

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Sebastian in Budapest

Sonntag, 31 Jul 2011 @ 20:04

Viereinhalb Tausend Gäste (die Zahlen schwanken zwischen 4 und 5 Tausend) haben heute auf der Freilichtbühne an der Geburtstagsfeier von „RTL – Formel 1“ mit live Übertragung des Rennens in Budapest teilgenommen. Und wir waren zwei davon.
Kurz nach 10 Uhr haben wir schon den Eingang passiert und gleich einen blauen Sebastian-Finger bekommen, für später zum winken. Wir waren bei weitem nicht die ersten!! Die besten Sitzplätze waren schon besetzt, aber wir haben noch schöne gefunden.
Das versprochene Programm sollte um 12 beginnen, bis dahin hat man sich umgeschaut – es war wie immer interessant die ankommenden Menschen zu beobachten, sowie die Vorbereitungen der Fernsehleute.
Zu unserer Enttäuschung war Bülent Ceylan nicht da – ein bisschen haben wir gehofft ihn zu sehen, das Boxenluder von Sebastian. Das sonstige Programm war eigentlich kein richtiges, wie es unter „Überraschung“ erwartet wurde. Ein DJ war kurz da und hat paar Songs angestimmt, da wir aber keine Partys mit DJ besuchen, war er uns unbekannt. Doch die Stimmung war gut.
Dann war schon Niki Lauda und Florian König da, haben Vorgespräche und Ansagen geführt. Aber als sie später mit dem Sebastian-Vettel-Fan-Club-Bus wieder auf die Bühne gebracht wurden – so für TV – dann haben wir, wie besprochen, so getan, als wenn wir sie zum ersten mal gesehen hätten. […]

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RTL und Sebastian

Sonntag, 17 Jul 2011 @ 18:02

Am 31 Juli erwartet uns eine große Veranstaltung.
RTL feiert 20-Jahre der Übertragungen der Formel 1. Und wo kann man das besser feiern, als in der Stadt von Sebastian Vettel?
An dem Tag wird von der Freilichtbühne in Heppenheim europaweit das Rennen in Budapest live kommentiert. Das ganze RTL-Team kommt und die Moderation machen wie immer Niki Lauda und Florian König.
Es wird ein Public-Viewing etwas anderer Art. Für hiesige Zuschauer wird ein Megamonitor aufgestellt und sechs Kameras werden die Feier von der Freilichtbühne übertragen.
Das Rennen beginnt um 14:00, aber das begleitende Programm kommt schon ab 12:00 – RTL macht sicher etwas tolles, aber es ist noch nichts bekannt. Wir hoffen auf Besuch vom „Boxenluder“, dem mannemer Türk, Bülent Ceylan.
Die Karten sind seit Freitag im Vorverkauf, 6000, und jede nimmt in der Verlosung von einem Auto, teil.
Und wir haben die Karten schon!!
Als ich Mittags, in das Touristikbüro, rein gekommen bin, ist die Verkaufsdame sofort aufgestanden:
– Sie möchten Karten für die RTL Veranstaltung kaufen.
– Ja, habe ich einen Stempel an der Stirn?
– Den haben heute alle, die hier rein kommen.
So.
Jetzt brauchen wir nur noch gutes Wetter, Sebastians Gewinn zum Jubeln und etwas Glück für einen Lostreffer.

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„Brennessel“ und „Coccola“

Sonntag, 17 Jul 2011 @ 14:33


Hemsbach, nicht weit hinter der hessischen Grenze, in Baden-Württemberg, 10 km von Heppenheim, hat ein altes kleines Kino „Brennessel„.
Im Eingang altes Buffet, riesiger altmodischer Tisch mit verschiedenen Stühlen, wo wartende sich bei Cola oder Bier setzen können, knarrende Dielen. Zwei kleine Kinosäle für jeweils 60-100 Zuschauer, bequeme rote Plüschsessel, auch Sofas für 2, in der Ecke ein Piano, quietschender Vorhang – nichts von der lauten, überfüllten Atmosphäre der modernen Kinos.
Das Kino spielt Kurzfilme, Diskussionsthemen, Preisfilme – so bisschen „andere“ als die Massen-Kassen-Produktionen.
Ich habe schon öfters das Programm in der Hand gehabt, etwas Interessantes gefunden, aber es hat sich nicht ergeben hinzugehen.
Am Freitag waren wir mit Freunden da und haben „Polnische Ostern“ gesehen.
Im Saal haben so 20 Gäste Platz genommen, wo sie wollten.
Der Film – eine Komödie über Vorurteile, Unsicherheiten, zwei Kulturen und Mentalitäten. Die Geschichte war einfach: ein deutscher Opa muss, nach dem Tod seiner Tochter, die Enkelin zum polnischen Vater und seiner Familie nach Tschenstochau (Częstochowa) geben. Um dem Jugendamt Beweise zu liefern, dass es dem Kind dort schlecht geht und es in armen Verhältnissen aufwachsen muss, macht er sich mit Kamera auf den Weg.
Ein schöner Film, ohne große Aktion, Dramatik, ohne tolle Musik, technisch manchmal schwach – aber einfach nett, lustig und auf jeden Fall sehenswert.
Da nicht alle polnische Sätze auf deutsch übersetzt waren und manche Schriften oder Situationen nur Polen verständlich sein konnten, hat man nach Lachen erkannt, wer von den Zuschauern polnische Wurzel hatte -die meisten.
Nur eine Szene mit Taufe in der Küche, über einer Schüssel, ohne Pfarrer – das haben nicht mal wir verstanden. Ob es an der Nähe zu Schwarzen Madonna gelegen hat, dass solche Taufe gültig wäre?

Der schönen lauen Abend haben wir, zurück aus dem „Ausland“, auf dem Heppenheimer Großer Markt, beim Spanier „Empanada“ verbracht. Die Knoblauchbrote und dicke Bohnen haben wir nicht so ganz wegen Hunger gebraucht, aber wegen der Lust.
Und die Lust wollten wir noch mit Eis auffüllen – gleich um die Ecke, in der Amtsgasse, wurde zum Weinmarkt eine neue Eisdiele eröffnet. „Coccola“ – mal schauen.
Na… Eiskugel zu 80 Cent – da muss das Eis aber verdammt gut schmecken.
Ja, Mango hat nach Mango geschmeckt, Kaffee nach echtem Kaffee. Lecker. Das Lokal ist klein, noch etwas nackig, aber vielleicht entwickelt es sich noch.
Und am Samstag morgens haben wir in Starkenburger Echo einen großen Artikel über „Coccola“ gelesen – der Eigentümer macht sein Eis nach der Arbeit als Manager in Frankfurter Seniorenheimen und die Prozedur hat er in einem Seminar gelernt. Bei der Produktion werden keine Fertigpulver, künstliche Aromen und Zusätze benutzt, nur natürliche Zutaten. Acha, Handkunstwerk hat eben seinen Preis. Im Winter will man dort Schokolade machen.
Hoffen wir, dass die Idee sich hält und entwickelt und Heppenheim um eine Spezialität reicher wird.

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Straßenkultur

Donnerstag, 7 Jul 2011 @ 19:45

Neeein, nicht, was du denkst…
Echte Kultur. Gestern haben die Gassensensationen angefangen, ein Internationaler Festival der Straßentheater.
Das Projekt ist entstanden vor 19 Jahren, damals sind zu den Vorstellungen -zig Leute gekommen. Heute ist es eine Attraktion weit über die Stadtgrenzen geworden, mit Hunderten Zuschauern, sogar bis 2-3 Tausend auf der Freilichtbühne. Es ist schwer um Sitzplätze oder mindestens um gute Sicht, geworden.
An vier Abenden werden 36 Darstellungen geboten (11 verschiedene mit Wiederholungen) an mehreren Orten in der Altstadt. Und alles für Umme – nur eine freiwillige Gabe in den Sektkübel.
Eigentlich wollte ich gestern hin gehen – aber abends habe ich gemütlich auf der Terrasse gesessen und hatte keine Lust mehr die Beine vom Sessel zu nehmen.
Morgen. Ha! Nichts daraus, heute regnet es. Gut könnte sein, dass man genug schöne Plätze bekommt, schlecht – dass die Vorstellungen vielleicht sogar abgesagt werden, denn die Kultur spielt unter freiem Himmel.
Also: morgen, zusammen mit Jurek.

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