Fastnacht `13

Montag, 11 Feb 2013 @ 22:47

Wir feiern die Fastnacht.
Am Freitag waren wir 20 Km weg in Reichenbach in der Gaststätte „Zur Traube“ zu einer Sitzung. Unsere Gruppe, ca 20 Personen war an den bunten Zipfelmützen leicht zu erkennen.
Nach gemeinsamen gemütlichen Abendessen im Gastraum, haben wir unsere Plätze im Festraum belegt. Er war nicht groß, aber voll.
Unten gut gelauntes Publikum, oben Tänze, Balletts, Büttenreden, Gesang.
Es wurde viel Wasser und alkoholfreie Getränke bestellt – und es war auch lustig! Als wir dann um Mitternacht im Takt der Polonaise den Raum verlassen haben, hat man noch keine Trunkenbolde gesehen, aber es wurde danach „zu dritten Hälfte“ eingeladen… Acha.

Am Sonntag, den 10.02. war die Straßenfastnacht. Das Wetter war gut (vor allem, da wir letztens noch mal Schnee hatten, aber der ist zeitig verschwunden), blauer Himmel, Sonne, null Grad. Was will man mehr?
Die Stadt hat 100 Tausend umsäumende Gäste erwartet, und wurde sicher nicht enttäuscht, denn bei solchem Wetter kommen viel mehr Besucher aus der ganzen Umgebung.
Wir haben uns in echte arabische Klamotten verkleidet. Jurek hat seine Dishdasha aus Abu Dhabi angezogen und ich ein marokkanisches Kleid – das war praktisch, denn darunter konnten wir uns warm anziehen, was nicht ohne Bedeutung ist, denn man steht immerhin 2-3 Stunden. Da hilft das Rum-hopsen zu vorbeifahrenden Musik (und jede Gruppe hat eigene) nicht immer.
Es gab dieses Jahr sehr viel Eis – von der Langnese, wie immer. Ich habe vier gegessen, Jurek auch so viel. Mehr ging nicht rein – dann haben wir sie den Kindern gegeben, die ja wachsen müssen um für unsere Renten zu arbeiten.

Als letzte fahren die Putz-Sauger-Autos. Und zum Räumen gibt es vieeeeeel! Es ist immer gleich – wenn die Verpackungen mit Inhalt gekauft werden, dass freut sich die Kasse. Wenn später viel Müll liegt – dann wird gemeckert. Und man schmeißt einfach alles unter die Füße, Papiere, Flaschen.
Es sieht furchtbar aus!! Aber der Räumtrupp macht gute Arbeit. Und am Ende ist alles sauber und die Menschen zufrieden.
Eine schöne Geste haben wir beobachtet: von dem erbeuteten Eis, gebunkert in Kühltaschen, wurden paar Eis den Putzmännern durch die Autofenster gegeben. Sie haben sich gefreut und man hat ihnen doch eine Anerkennung gezeigt, denn schließlich haben sie unseren Dreck gesammelt. Danke!

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Neues Jahr

Dienstag, 15 Jan 2013 @ 22:00

Wir haben sehr lange nichts geschrieben, was nicht heißt, dass die Stadt geschlafen hätte.
Alle Jahresveranstaltungen haben stattgefunden, Weinmarkt, Straßensensationen, Autoausstellung.
Sogar Sebastian Vettel wurde zum dritten mal Weltmeister!! Riesenfreude in Heppenheim.
Eine alte Villa am Maiberg hat er auch gekauft. Dauerhaft leben wird er da nicht, aber er kommt regelmäßig nach Hause, zu Familie, dann kann er dort wohnen.
Die Geschichte der Trutzburg wurde schon fast vergessen…
Um das Jahr 2013 gut anzufangen, sind wir zu ersten mal zum Neujahrsempfang der Stadt gegangen.Schon vor unserem Haus haben wir Nachbarn getroffen, die gleiches Ziel hatten – na schön, es wird um so lustiger.
Alle Einwohner werden vom Bürgermeister zum symbolischen Umtrunk eingeladen. Und so treffen sich wichtige Menschen und die, die sich für solche halten, an einem Sonntag im Januar, im Kurfürstensaal – wo 1947 die FDP gegründet wurde. Vor 250 Gästen  wurden feierliche Reden gehalten, Pläne für Stadtentwicklung angesprochen, Resume gezogen… Dazu gab es genug Sekt und frische leckere Brezel (natürlich alles kostenlos, man ist ja  Gast).

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„Trutz… Kirche“ in Spanien!

Sonntag, 19 Aug 2012 @ 16:19

Der 85-jährige Spanier Justo Gallego baut auf seinem Grundstück seit 50 Jahren eine Kirche. Anfang der 60er Jahre wollte Justo Gallego sein Leben als Mönch verbringen und schloss sich den Benedektiner-Mönchen an. Wegen einer Tuberkulose-Erkrankung wurde er jedoch noch vor seinem Gelübde aus dem Kloster ausgeschlossen. Nach seiner überraschenden Heilung der Tuberkulose entschloss sich der strenggläubige Katholik 1961, selbst eine Kirche zu bauen — aus Bauschutt und recyceltem Material, wie Blechbüchsen und Draht. Inzwischen hat sein Gotteshaus in der Kleinstadt Mejorada del Campo, rund 20 Kilometer östlich von Madrid, eine Grundfläche von 8.000 Quadratmetern. Das Gebäude besteht unter anderem aus einer großen zentralen Kuppel und einem 33-Meter-hohen Kirchenschiff, einer Krypta, einem Kreuzgang mit Versammlungsräumen sowie einer Bibliothek. Es ist Nuestra Señora de Pilar, der Schutzheiligen Spaniens gewidmet. Justo Gallegos Ziel ist nicht die Fertigstellung des Gebäudes, sondern die tägliche Arbeit als Beschäftigung mit seiner Kirche.
Bis heute hat er keine Baugenehmigung bekommen. Vielleicht sollten wir dorthin unseren Herr „Behörde“ schicken? Da könnte er sich wirklich ein Denkmal setzen!

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Trutzburg ade!

Donnerstag, 7 Jun 2012 @ 21:05

Da hat sich der Herr „Behörde“ durchgesetzt. Muss ein geiles Gefühl sein und einige brauchen es anscheinend. Paragraphenreiter hat diese Schlacht gewonnen. Herr Sieradzki hat aber unsere Sympathie und vielleicht findet sich noch jemand mit freiem Grundstück, wo unser Burgbauer seine Träume verwirklichen kann?

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Trutzburg 5.

Donnerstag, 26 Apr 2012 @ 22:06

Die Burg ist noch nicht verloren.
Ein Mäzen ist da (wenn auch noch geheim) .
Am Samstag den 28.04.2012 werden Unterschriften zur Erhaltung gesammelt. Es gibt eine Kundgebung um 11:00 an der Ecke Am Graben und Stadtpark. Danach wird es auch eine Wanderung zum Hasenberg und der Trutzburg geben.

Geht hin!!!!! Unterschreibt!!!

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Trutzburg (zum 4.)

Sonntag, 11 Mrz 2012 @ 9:31

Das Thema der illegalen Burg schlägt weiterhin Wellen in unserer Stadt. Das ist schon ein Tsunami. So laut um eine Sache war schon lange nicht.
Das Starkenburger Echo druckt jeden Tag Leserbriefe und Artikel. Und Medien machen unsere  Zwei-Burgen-Stadt weit über die Grenzen bekannt. Jetzt haben wir Vettel und illegalen Ritter!
Facebook hat eine Seite über Trutzburg. Da sind auch viele aktuelle Berichte.
Die Meinungen zum Bau sind geteilt, oh,jeee! sehr geteilt!
Ämter bleiben hart: „der Bau muss weg! “
Es drängt sich leicht der Eindruck, dass man jetzt  versucht das Gesicht zu retten, denn alle fragen sich: wo waren die wichtigen Menschen 9 Jahre lang? Die Burg ist zwar illegal, aber den Ämtern seit Anfang doch sehr  bekannt.
„Bau muss weg, nicht auszudenken, was wäre, wenn einem Kind etwas passiert!“ Hallo? Neun Jahre hat es niemanden interessiert, ob da einem Kind der Turm auf den Kopf fällt.
„Statik ist nicht überprüft“ – na, dann überprüfen! Und so schlecht kann sie nicht sein, hält schon paar Jährchen.
„Der Bau hat keinen historischen Wert“ – das hat die Starkenburg vor 1000 Jahren auch nicht gehabt (und sogar auch keine Baugenehmigung, bis heute!).
Imker Volker S. ist in die finanzielle Schieflage geraten, als es seine Bienchen und Honig privatisiert  und liebe Grüße vom Finanzamt bekommen hat. Der Bienenfleiß hat  für Volker und Fiskus  nicht gereicht. Schade.
Klar, Regeln müssen gewahrt werden. Bau muss technisch stimmen, Sicherheit geht vor…
Ja.
Aber, wie dass so ist im Leben, vor Gesetz sind alle gleich… und manche sind gleicher. Die Stadt hat auf historischem Markt kalte unschöne Beleuchtung angebracht ohne Genehmigung des Denkmalschutzes, während der Privatmann nicht mal über die Farbe seiner Fensterrahmen entscheiden darf.
Nun, wir gehören auch zu den Menschen , die meinen, hier muss man irgendwie Ausnahme schaffen, um die Sache ordentlich zu regeln!!!!
Der Hessischen Bergstraße passiert kein Schaden, wenn das Grundstück keinen Wein bringt.
Vielleicht auch umzäunen, Betreten-verboten-Eltern-haften-für-ihre-Kinder  Tafel stellen und schauen, was die Zeit mit dem Bau macht. Er passt in die Landschaft, er wird mit ihr verschmilzen und bleibt irgendwann ein Erzählkapitel der Stadtgeschichte.
„Der Verbot würde Kinder  gerade anziehen“. Möglich. Kinder leben gefährlich und bringen sich leider immer wieder in dumme Situationen. Mit oder ohne Verbote. Wenn nicht die Burg, dann finden sie andere Stellen.
Wobei… gibt es noch Kindern, die Abenteuer spielen? So echt, draußen? Mit Kratzern und Beulen?
Vorerst wurde leider schon die Kräuterspirale abgerissen. Über den Rest wird in 4-5 Wochen entschieden.
Also… noch eine Hoffnung.

Abreisen geht schnell und ist unwiderruflich.
Und danach? Werden dort Weinstöcke gepflanzt und wir werden fünf Liter Wein davon trinken und  den Enkelchen „weißt du, hier war einmal ….“ erzählen?
Vielleicht. Deswegen sammeln Sie  Bilder und Zeitungen, damit wir für unsere Märchen nicht als dement bezeichnen werden. Denn manche Erzählungen der Alten sind wahr.

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Zu Hause pflegen (März – April 2012)

Montag, 20 Feb 2012 @ 9:05

Sie haben zu Hause eine pflegebedürftige Person, pflegen Ihre Mutter, helfen Ihrem Vater, unterstützen Ihren Mann nach Schlaganfall… Sie haben Angst vor dem Sterben Ihrer Frau…
Und oft sind Sie ratlos und unsicher, fühlen sich kraftlos und manchmal ungeduldig, machen sich mit den pflegerischen Tätigkeiten schwer…
In dem angebotenen Kurs können Sie erlernen, wie man leichter hebt, umsetzt, bettet, wo man sich Hilfe und Unterstützung holen kann, welche finanziellen Mittel stehen Ihnen zu.
Ich zeige Ihnen verschiedene Facetten der Arbeit mit einem Kranken und am Krankenbett. Meine langjährige Berufserfahrung ergänzen Sie mit Beispielen aus Ihrem Pflegealltag.
So finden wir auch Lösung für manche Ihrer Probleme.
Aha! – so geht das!!
In kleinen Gruppen, bis 12 Personen, findet sich auch etwas Raum für Austausch mit anderen Teilnehmern.
Der kommende Kurs läuft über 10 Abende, vom 22 März bis 30 April.

Zu Hause pflegen - Kursprogramm zur Unterstützung pflegender Angehöriger

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Trutzburg in der Zwei-Burgen-Stadt. Teil 3

Freitag, 17 Feb 2012 @ 7:22

Die Gemüter in der Stadt erheitern sich und erhitzen.
Was passiert mit der neuen Burg am Hasenberg? Recht sagt das Eine, der Verstand das Andere.
Herr S. sammelt Sympathiepunkte, Spaziergänger und Zeitungsleser äußern Bewunderung und sind beeindruckt.
Hier und da kommen schon auch positive Stimmen aus wichtigen Ecken und Kreisen. Es tut sich was…
So hat Herr Burelbach – unser neuer Bürgermeister – bei letzter Kreistagssitzung gesagt: „Wir sind jetzt die Zwei-Burgen-Stadt“ und bat das Bauamt zu überprüfen, ob für die Starkenburg eine Baugenehmigung vorliegt.
Herr Hörst (Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung) anerkennt die „immense Leistung“ von Hr. S. und freut sich „Wenn ich die Burg sehe, geht das Kinderherz im Manne auf“. Mit den Behörden geht er etwas strenger um: „Die haben ihren Einsatz verpennt“ und findet, wenn neun Jahre nicht durchgegriffen wurde, dann verdient die Lehmburg ein Duldungsrecht.
Seine Mutter, Fr. Hörst (FDP) meint: “Als Behörde müssen wir immer im Sinne der Verhältnismäßigkeit über das weitere Vorgehen entscheiden” und “Es würde sich bestimmt ein Sponsor dafür finden”.
Ein Leser fasst zusammen: Heppenheim ist Hoftheater, zweimal Formel-1-Weltmeister und jetzt Zwei-Burgen-Stadt und schlägt vor, dass die Stadt ein Wilkes-Pfad (an der Burg vorbei) errichtet und gibt genaue Angaben zum Verlauf und Einkehr.
Und ein anderer Leser schreibt: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg… Sicher ist da vernehmlich was zu machen.. Über Modalitäten und Auflagen lassen sich Gespräche führen. Respekt vor dem Künstler, seinem Werk und den Menschen, die sich daran erfreuen, sind in den Mittelpunkt der Entscheidung zu stellen“.

Also! schreibt! kommentiert! hört Euch um! sagt, was Ihr denkt!

DIE BURG MUSS BLEIBEN !!!

 

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Fastnacht

Sonntag, 12 Feb 2012 @ 12:03

Heppenheim schüttelt sich zur Zeit im Fieber der Fastnacht. In anderen Gebieten sagt man auch Fasching und Karneval und man ruft verschiedene Erkennungslaute. Meistens, je später um so lauter.
Wir rufen bei alles Gelegenheiten Hellau!!
Es gibt überall Sitzungen, mit Vorstellungen, Singen, Verkleiden, Anmalen und guter Laune.
Heppenheim hat eine Fastnachts-Gesellschaft Bottschlorum, die bietet Sitzungen, organisiert den Fastnachtsumzug und den Rosenmontagball.
Dafür steht nach vielen Jahren Pause und Renovierung wieder Der Halbe Mond zu Verfügung.
Im Hambach gibt es auch eine super-tolle Sitzung.
Aber eine der besten Veranstaltungen ist die Frauenfastnacht vom katholischen Frauenbund. Die Karten sind sehr begehrt und gar nicht leicht zu bekommen.
In diesem Jahr hat die Freundin zwei ergattern. Und so haben wir in guter Stimmung den vollen bunten Saal um unsere zwei weiblichen Personen ergänzt.
„Weiblich“ ist wichtig, sogar entscheidend!! denn diese Veranstaltung ist von Frauen für Frauen. Männer haben keinen Zutritt. Bis auf paar Ausnahmen. Das Zugkomitee mit Schirmherrn kommt für einen kurzen Besuch und Begrüßung rein. Und traditionell… die Diener Gottes.
Drei Männer der katholischen Pfarrei St. Peter, Pfarrer, Diakon und Kaplan, haben uns eine herrliche musikalische Darstellung vorgeführt. Und der Pfarrer als Oscar-Empfänger noch eine extra.

Der Showblock aus Tanz, Musik und Büttenreden erfüllte uns 5 Stunden mit tollem Programm und kollektiver Belustigung.
Der Frauenbund hat fünf Sitzungen geboten. Und alle bei vollem Saal! Und das jeden Jahr so!

ElferratZugkomiteesieben NanasLegenden von HeppenheimDrei Stimmen der KirchePfarer als Oscar-TrägerNeandertalerinnen

Jetzt am Sonntag 19.02. der Umzug und dann… warten wir auf den Frühling.

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Trutzburg lüftet ihre Geheimnisse. Teil 2

Sonntag, 5 Feb 2012 @ 14:34

In der Stadt war es nur scheinbar ruhig um die kleine Burg.
Denn es war ein reges Thema unter den Heppenheimern. Die Sache hat viel Interesse und Neugier geweckt und viele Spaziergänge wurden auf den Hasenberg verlegt (lese auch den vorherigen Artikel mit Kommentaren).
Gestern hat das „Starkenburger Echo“ fast eine ganze Seite der Geschichte gewidmet.
Auch SWR hat einen Beitrag darüber veröffentlicht:

Der Hausritter ist ein Imker Herr Volker S., den man in HP vom Wochenmarkt kennt und viele schon bei ihm Honig gekauft haben. Er verfolgt und realisiert die Idee schon seit 7 (9 werden auch genannt) Jahren. Ursprünglich sollte es ein ökologischer Naturerlebnispark für Kinder mit einem Lernzentrum werden. Volker (so nenne ich Hr. S. einfach halber weiter) wollte das Gelände für die Spaziergänger gestalten.
In einem der Türme sollte sogar eine Schriftstellerin Einzug halten.
Zum Bau wurde verschiedener Bauschutt verarbeitet, sowie Lehm vermischt mit Reisig vom Weinberg. Auf 30 x 30 Meter ist so nach und nach eine Burg mit allen Raffinessen gewachsen.
Leider ist Ritter Volkers Schwert stumpf geworden, er ist in finanzielle Schieflage geraten und kann sein Werk nicht vollenden, das Grundstück steht zu Versteigerung frei.
Der Stadt war das Vorhaben bekannt, denn seit Jahren beantragt Volker die Baugenehmigung, bekommt Absagen, Aufforderungen zum Abriss. Seine Akte ist dick – aber er ist seiner Idee treu geblieben in der Hoffnung, dass die Stadt irgendwann nachgibt…
Doch scheint die Maschinerie der Verwaltung gnadenlos zu mahlen. „Wirklich nichts zu machen“ – sagt der Kreisbeigeordnete Matthias Schimpf – „die Burg wird auf jeden Fall abgerissen“. Dabei würden die Abrisskosten bei Weitem den Grundstückswert übersteigen. Das Geld, das sonst der Abriss verschlingen würde, könnte man in Sicherheits- und Statikkontrolle investieren.
Rechtlich ist es natürlich OK. In den Weinbergen dürfen nur Gerätehütten (nicht größer als 4-5 Qm)  gestellt werden.
Wenn man jetzt nachgibt, weil es so schön und romantisch ist, dann…
Ja, ja, es ist klar…
Jedoch das Leben kann nicht nur durch strickte Regeln gesteuert werden. Manchmal ergeben sich aus ungeplanten Situationen wunderschöne Ergebnisse. Da heißt es auch mal nachgeben und flexibel sein. Wer weiß, wozu es gut wird?
Die Geschichte stammt schon aus der Bürgermeiser-G.Herbert-Ära. Wir können nur hoffen, dass der neue Bürgermeister Rainer Burelbach die illegale Burg zu seiner Sache macht, mal über den Rand der Gesetze (oder eben tiefer! rein) schaut und eine Lösung für die Legalisierung findet.
Manchmal bedeutet Nachgeben mehr Stärke, als Beharren.

RETTET DIE BURG !!!!!

Thema: Aus der Zeitung, In der Umgebung, Kurios und besonders | Kommentare (6)