Frühlingsgefieder

Der Frühling kommt bei uns früher als in anderen Regionen. Das Klima verwöhnt uns.
Doch den letzten Winter haben auch wir als lang und quälend empfunden. Vielleicht, weil der Schnee immer wieder gekommen ist. Da war er schon mal weg, wir haben den Frühling gerochen… und rummmms! alles wieder weiß. Und Licht von der Sonne haben wir auch sehr wenig gesehen, dafür viel zu Hause gebrannt.
Also kein Wunder, dass die Bergsträßer jeden Sonnenstrahl und kleinstes Blümchen angebetet haben. Die ersten Blumen sind auch schon früh erschienen – Fotos vom 3.Februar.
Und mir ist kein Bote entgangen, ich habe jedes blühende Etwas entdeckt!

Dann hat wieder der Schnee alles zugedeckt. Ach, was! er war weg und die Blümchen blühten weiter. Und erneut Schnee -und erneut weitere Blumen. Natur hat sich nicht aufhalten lassen.

Jetzt haben wir den halben März, Sonne führt einen Platzkampf mit dem regen Regen. Die Natur reißt sich zur Sonne. Krokusse, Osterglocken, Forsythien blühen schon. Baumblüte – typisch für die Bergstraße – hat angesetzt.
Die Vögel sind dieses Jahr auch früh gekommen, Störche (haben wir mehrere Paare in der Umgebung), Kraniche. Zwischen Heppenheim und Lorsch sind Wiesengebiete, die als Naturschutzgebiet (Brutstätten) ausgewiesen sind – hier landen die Schwärme zu Erholung, so dass die Wiesen schon früher gesperrt wurden. Vor paar Tagen habe ich dort (von der Straße) einen Schwarm Kiebitze gesehen.
In Münster ist ein Storchennest mit Webcam – so eine Storchen-peepschow, mit Tagebuch. Der Chef ist schon am 18.02 gelandet, sein Frauchen am 22.02 – das war gut so, denn zu zweit haben sie sich im verschneiten Nest warm gehalten. Jetzt vögeln sie schon fröhlich…
Niedrige Temperaturen und wiederkehrender Schnee irritieren die Zugvögel. In der Zeitung haben wir gelesen, dass manche der Rückflug ansetzten.
Das schönste Erlebnis war jedoch ein „Treffen“ mitten in der Stadt. Er flog über einer engen Straße – ich dachte zuerst, es wäre ein Reiher – aber es war ein Storch!!! und landete auf einem Haus. Hej!! zwei Häuser weiter! da wohnt mein Mädchen!!
Zig-Meter-Luftlinie weiter steht ein historisches Gebäude – Halber Mond – wo bis vor 30 Jahren immer Störche genistet haben. Nach der letzten umfassenden Renovierung (vor zwei Jahren) wurde dort auch ein Rad angebracht, vielleicht lässt ein Paar die alte Tradition aufleben? Es ist zwar in der Stadt, aber zum Wiesen-Buffet nur ein Flugsprung. Also warten wir und schauen in den Himmel.
Ich bin ein masurisches Mädchen – ich liebe Störche!

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Data: Sonntag, 17 Mrz 2013 @ 6:38

Autor: Themengebiet: Himmel und Erde

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