Die Obrunnschlucht

Gestern waren wir im Wald wandern. Im Weschnitztal. Eine Stunde gesunder Waldweg, eine lange Erdfurche… Und da ist uns in Erinnerung gekommen, dass es im Odenwald eine Schlucht gäbe.

Aber Internet weiß alles, die richtige Schlucht wurde schnell gefunden.
Ja! da fahren wir morgen hin!

Gedacht, gesagt, getan.
Heute sind wir also nach Höchst zu Obrunnschlucht gefahren – ca 1 Autostunde durch den Odenwald, aber selbst die Fahrt war schon interessant, denn in diese Gegend kommen wir selten.
Etwas mit Bedenken haben wir den Autothermometer beobachtet, der abfallende Zahlen 20…19…18…17… zeigte. Ooo, wir haben keine Jacken gehabt, irgendwie trägt man doch so etwas nicht mehr in den letzten Wochen bei der höllischen Hitze.
Ach, was, dann laufen wir schneller.
Brauchten wir doch nicht. In der Schlucht war zwar frisch, aber angenehm, die Haut war ist schön kühl, aber nicht kalt.
Es war wie im Märchen, etwas andere Welt, Wurzelwege, kleine Steigungen, Holzbrücken, enge Pfade, Stufen aus Holzstämmen.
Und das Kindliche in uns wurde wach, weil uns um jede Ecke kleine bunte Überraschungen erwartet haben – Mühle, Schloß, Burg, Posthotel, Rübenzahl. Es sind Minibauten, vermutlich nach lokalen Legenden. Da hat es richtig Spaß gemacht immer wieder vom Pfad abzuweichen und sich alles näher anzuschauen oder „Perspektiven“ zu spielen.
Leider haben Hochwasserschübe aus der unweiten Vergangenheit auch hier Schäden angerichtet und einige Stellen abgerissen (die Wassermühle) oder mit dem Schlam angeschüttet, wie den Mäuseturm.
Es war ein wunderschöner Spaziergang, der auf jeden Fall wiederholungswert wäre – vor allem zu anderer Jahreszeit.

Den Ausflug haben wir in Vettershof in Mittershausen bei Schnitzel und Kochkäse beendet.

Mit einer anderen Schlucht äugeln wir schon länger – mit der Margarethenschlucht bei Neckargerach, aber sie liegt ca 70 km (durch Odenwald) weg und da müßte man mehr verbinden. Deswegen – heute nicht.
Haha, als wir zurück gekommen sind, hat Beate von einer Bekannten Post gehabt, die u.a. geschrieben hat, dass sie heute zu Margarethenschlucht fahren. Ist das nicht ein Zufall? Fast könnte man sich die zufällige Begegnung vorstellen.
Und noch gestern haben wir darüber gesprochen.

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Data: Sonntag, 11 Aug 2013 @ 19:06

Autor: Themengebiet: In der Umgebung

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