Beitrags-Archiv für die Kategory 'Jedes Jahr wieder'

Fastnachtsumzug.

Dienstag, 24 Feb 2009 @ 21:44

Und der 22.02. ist vorbei.
Der Umzug hat sich angestellt, ist gegangen und hat sich aufgelöst.

Wie angesagt, war es kalt und regnerisch. Die Meteorologen irren sich so oft, warum haben sie ausgerechnet jetzt Recht behalten? Es ist so schade, denn die Gruppen stecken viel Arbeit, Vorbereitungen, Ideen, Kosten in den Fastnachtsumzug rein. Kinder warten, freuen sich, alle verkleiden sich. Bei gutem Wetter kommen sogar 100 000 Menschen zum Umzug, (zur Erinnerung: HP hat 25 000 Einwohner). Aber bei kaltem Regen?..
Und unsere Lust ist im kalten Wetter auf Minimum geschrumpft.
Aber ab 13:00 fahren die Wagen an und stellen sich in die „Warteschleife“, die bei uns anfängt. Jeder Wagen hat (eigene) Musik, jeder ruft „Helau!“. Start um 14:11.

Ok, man kann nicht zu Hause bleiben, also los. Wir haben uns paar Anhänger von letzten Jahren und den jetzigen „Blinki“ am Körper montiert und sind an vielen lustigen Menschen, Gruppen und Wagen, zu unseren Freunden gelaufen. Sogar der Bürgermeister mischte sich zwischen die Wartenden – und, wie es seine Arbeit ist – hat versprochen: Sonne in einer Stunde. Na, Herr Bürgermeister, wir halten Sie am Wort… […]

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Fastnacht – Helau!

Freitag, 20 Feb 2009 @ 20:09

In der Stadt herrscht Fieber. Nein, kein grippaler Infekt, sondern Fastnacht!
Seit Wochen lesen wir täglich in der Zeitung über Veranstaltungen und Sitzungen.
Viele Jahre waren wir begeisterte Karnevalisten, mit Freunden sind wir zu Sitzungen gegangen, haben keinen Rosenmontagball im „Halben Mond“ verpasst. Mit einem Mal, vor 5 Jahren, war die Luft raus, wir und unsere Freunde haben keine Lust mehr gehabt. Aber es ist kein Problem, zur Fastnacht muss man sich nicht zwingen. Vielleicht ist nächstes Jahr wieder anders.

Aber Heppenheim feiert eifrig. Auch ohne uns.
Fastnacht ist nicht nur Spiel und Spaß, sie ist auch eine ernste Angelegenheit. Hinter der „Maske“ werden Themen angesprochen, die uns berühren und ärgern, politische, soziale, lokale – gnadenlos, ironisch, sarkastisch, lustig. Und das alles im hepprumer Dialekt.
Gestern, an Weiberfastnacht, haben traditionell Frauen das Spiel bestimmt. Wie jedes Jahr haben die Veggelsbecher – eine Frauengruppe aus Hambach, maskiert als alte Weiber (die wahren Gesichter bleiben immer verborgen) die Stadt mit Erfolg unsicher gemacht.

Karneval aus meiner Kindheit, das waren fein angezogene Eltern, Mutter mit Ballkleid (diese Kleider habe ich heimlich so gern angezogen!), die zum Tanzen gegangen sind. Hier steht tanzen nicht im Vordergrund. Man verkleidet sich und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. In den Tagen sieht man Indianer beim Einkaufen, Fliegenpilze an der Ampel, einen Clown am Steuer. Alles ist OK, die Gestallten sind auf dem Weg irgend wohin, wo es lustig ist. Die Verkleidung macht die Menschen auch etwas anonym, mancher Pharao findet seinen Spaß mit einer Schneeflocke, oder Biene Maja erobert einen Willi…
Jede Gruppe, Organisation, Stadtteil haben ihre Fastnachtveranstaltungen. Das Schöne an einer kleinen Stadt ist wieder, dass man die Akteure kennt. Gestern Arbeitskollegin oder Nachbar, heute politischer Meckerer, Büttenredner, Sexualtherapeutin (mache dir einen Schnitzel-Tattoo, dann wir der Mann wieder Appetit bekommen).
Jeder in Heppenheim kennt Habafa in Hambach, gute 5 Stunden Programm, dieses Jahr unter Motto „Brasilien, Samba und Helau“.
Nicht zu Schlagen ist die Frauenbund-Fastnacht, wo nur Frauen Zugang haben, und der Pfarrer (der fastnächtlich sehr aktiv ist, und so-wie-so geschlechtslos), eventuell der Kaplan und der Bürgermeister.

Die Aktiven der Fastnacht werden für ihre Verdienste mit Orden ausgezeichnet. Die Anderen kaufen sich für 2,50€ Anhänger, Anstecker (jedes Jahr neu), mit denen man sich dekoriert, am besten alles auf einmal. Dieses Jahr gibt es den „Blinki“ – Anstecker mit Autos und blinkenden Lämpchen.
Das größte Ereignis ist die Straßenfastnacht mit dem Umzug, am 22.02. Und die lassen wir uns nicht entgehen!
Obwohl es leider kalt und regnerisch angesagt ist. Na, mal schauen…

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Nikolausmarkt.

Sonntag, 7 Dez 2008 @ 9:40

Gestern war in unserer Altstadt und Fußgängerzone der alljährliche Nikolausmarkt. Leider ist er bei uns nur einen Tag und dazu hat es geregnet. Wir haben schon mit dem Gedanken gespielt, zu Hause zu bleiben, aber unser Nachbar hat angeklingelt, ob wir gehen. Und? Wir sind gegangen, zu viert ist es lustiger, sogar im Regen. Und wie sagt man?: es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.
Trotz Regen waren erstaunlich viele Leute da, mit Schirmen und darunter, haben zusammengestanden, Wein getrunken, Bratwurst oder Pizza gegessen, gelacht und geredet. Wir sind auch an einem Glühweinstand angekommen, unter einem großen Schirm war genug Platz – wie extra für uns. Als wir mit dem wärmenden Getränk fertig waren, hat es auch aufgehört zu regnen. Jetzt konnten wir weiter gehen. Man muss immer alles begehen. Sehen und gesehen werden! In einer kleinen Stadt darf man nichts verpassen.
Am Großen Markt war es so voll, dass wir kaum durchkommen konnten. Am Rathaus haben wir bisschen Musik gehört, irgendwie gehört es dazu. Neben der großen Tanne haben wir uns wieder Glühwein gewünscht und dazu hat man uns auf die Hand leckeren Lebkuchen gegeben. Gleich daneben haben wir bei den Altstadtfreunden eine Ausgabe über den Umbau vieler Häuser in der Altstadt gekauft (genau was ich letztens geschrieben habe). Sind alle da? dann weiter zwischen die Leute und die vielen Buden, mit Weihnachtsdekoration, Kerzen, Spielzeug, Vogelfutterkästen und was sonst noch.

Gedränge im RegenAm MarktWeihnachtsmusikAm MarktNoch ein GlühweinDuft von Crêpes

Am Kleinen Markt war auch Musik, dazu Duft von Pfannkuchen und es hat wieder geregnet, also… dritte Runde Glühwein, dabei durften wir Christstollen probieren. Gut, dass Jurek keinen Glühwein mag, einer musste ja fahren.
Satt gegessen und getrunken, zufrieden sind wir nach Hause gefahren und haben noch Stündchen bei uns gesessen.
In guter Gesellschaft kann man auch bei Regen schöne Zeit verbringen. Aber für nächstes Jahr wird sicher besseres Wetter bestellt.

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Die fünfte Jahreszeit

Samstag, 15 Nov 2008 @ 9:32

Am 11.11.08 um 11:11 Uhr hat die Zeit des Karnevals angefangen ( regional auch Fasching, und bei uns Fastnacht). Unsere Stadt hat den Zeitpunkt verdiskutiert oder verschlafen. Aber heute, mit drei Tagen Verspätung, dafür pünktlich, wie angesagt um 19:11 wurde die Narrenzeit offiziell eröffnet.
An unserem Fastnachtbrunnen haben sich paar Hundert Fastnachtler versammelt. Das Komitee ist gekommen, die Garde, der Spielmannszug. Der Schirmherr und die Zugmarschalin wurden vorgestellt. Weiter wurde dann im anliegenden Vereinshaus, Gaststätte Kupferkessel gefeiert.

KomiteeRedeHellauFontanne

Die Zahlen 5 und 11 spielen in der Fastnacht eine besondere Rolle, dabei ist die Zahl 11 die eigentliche Narrenzahl.
Bei 5 – wie oben erwähnt – die 5. Jahreszeit,
– Narren stellen Ordnung und Gesetz auf den Kopf und lassen „fünf gerade sein!“
Bei 11 – Bewusste Übertretung der Gesetze – nach dem 10. Gebot kommt das 11. Gebot = Narretei,
– § 11 – eigenes Gesetz des Narrentums,
– 1 neben 1 – Gleichberechtigt mit der Obrigkeit,
– Elferrat – (Komitee) Elf Narren, die so töricht sind, dass einer dem anderen die Wahrheit sagt,
– Elferkappe (Narrenkappe) – Symbol der Gleichheit Aller unter der Narrenkappe,
– 11.11. -Datum zur Vorbereitung der 5.Jahreszeit, um 11:11Uhr (wenn nicht verschlafen wird).
Fastnacht dauert jetzt bis Aschermittwoch. Zuerst läuft alles auf leisen Sohlen, Vorbereitungen, Organisationstreffen, aber die letzten Wochen, nach Drei Könige, auf Hochtouren! Es gibt Maskenbälle (Rosenmontagsball), Sitzungen mit buntem Programm und Büttenreden, die satirisch und gnadenlos jedes soziale, politische, lokale und aktuelle Thema angreifen.
Der Höhepunkt bei uns ist der Fastnachtsumzug, (22.02.09) bei dem bei schönem Wetter sogar 100 000 Zuschauer kommen – wenn man erwähnt, dass Heppenheim 25 000 Einwohner hat, dann ist es ein Erfolg.
Unser Ruf ist ein dreifaches „Helau“!!!
Das Lieblingsgebäck sind die Berliner, in vielfacher Ausführung (bei uns Kräppel).
Der Narr am Brunnen hält uns einen Spiegel vor, wir sollen reinschauen und nachdenken: was sehe ich?
Mehr im Februar.

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Kaltblutschau

Dienstag, 12 Aug 2008 @ 20:41

Am Sonntag hat in unserem Reit-und Fahrverein wieder eine Kaltblutschau stattgefunden. Das Wetter war sehr gut, warm, aber leicht bedeckt, also sind sehr viele Interessierte gekommen, Familien mit Kindern, Junge, Alte, Behinderte, Sportler, Reiter und Nichtreiter, Neugierige und wir. Wir haben viele Bekannte getroffen. Und unsere Tochter auch, die diesmal ihr Arbeitseinsatz für Verein zu erfüllen hatte. Wir durften zuschauen, aber wir erinnern uns noch an Jahre, wo wir bei Turnieren stundenlang im Verkauf (Essen, Getränke), Spülen, Salate schneiden usw. geholfen haben. Was hat man nicht für das Kind gemacht? Heute engagieren sich die Eltern der nächsten Reitergeneration. Und wir sind jetzt Gäste.

Viele Kaltblutrassen wurden vorgeführt. Massen an Kraft und Muskel haben ihre Fähigkeiten gezeigt, bei Dressur, Wagengespannen, Arbeit früher und jetzt. Kaltes Blut? Von wegen! So viel Kraft, Energie und Feuer! Es wurde breites interessantes Programm gezeigt. Und viele stolze Mamas – Stuten mit ihren Fohlen waren da.

Pippi LangstrumpfEiner? Zwei?VorführungAuf dem PlatzKaufen?MüdeVorführungVorführungDreiergepannZuschauer

Wer Geld ausgeben wollte, der konnte einen Fohlen kaufen, oder ein „fertiges“ Pferd, Wagen, Zubehör, Futter, aber auch Hühner und Enten (die Schneckenfresser, die einem das aufspießen der schleimigen Tierchen auf Nadeln ersparen). Und für Kinderherzen waren zum streicheln und knuddeln Ziegen, Kaninchen und Schweine.

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