Beitrags-Archiv für die Kategory 'Himmel und Erde'

Pheromonen

Mittwoch, 22 Apr 2009 @ 16:46

In unserem Rebmuttergarten wird eine neue Methode gegen den Schädling Traubenwickler getestet. Die Methode ist schon bekannt, aber bei uns ist die Anwendung wegen den besonderen Lagen erschwert.
Der Traubenwickler, unter den Winzern auch „Motte“ genannt, ist ein Schmetterling, ein wahrer Sexualprotz. Er spürt das Weibchen dem Geruch nach und begattert es freudig im Flug.
Die Winzer hängen jetzt in den Wingerts Ampulen mit dem vielversprechenden Duftstoff des Weibchens auf, den Pheromonen. Die Motte riecht es, Freude steigt auf und sie begibt sich auf die Suche. Aber wo ist sie, die Hübsche? Von allen Seiten reicht es nach Sex und die Mädels sind nicht zu sehen. Der Traubenwickler sucht, fliegt, riecht, wickelt sich um sich selbst (vermutlich…). Der Arme wird müde, das kleine Mottenköpfchen wird wirr und dümmlich. Was bleibt jetzt? Sich ermüdet und unerfüllt ins Eckchen zu verkriechen. Es war mal ein Sexualprotz…
Und die Trauben sind gerettet und der Wein kommt.

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Bienchen

Montag, 20 Apr 2009 @ 21:42

Die Bauern machen sich Sorgen. Die Obstbäume sind so früh, schnell und reichlich aufgeblüht, dass die Bienen die Bestäubung nicht schaffen. Sie sind auch noch mit der Arbeit in den Stöcken beschäftigt.
Die Bäume verblühen, Bedenken um schwache Obsternte wachsen und die Bienen putzen ihre Waben, statt sich in den Blüten den sexuellen Spielchen zu widmen.
Also, Biene Maja – Schluss mit Putzen. An die Arbeit!

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Frühling

Sonntag, 1 Mrz 2009 @ 18:00

Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen. Na, eben. Deswegen ist heute in Heppenheim der Frühling mit großem Karacho ausgebrochen.
Sonne, leicht 15 Grad. Zu den Schneeglöckchen haben sich alle Krokusse gesellt. Und die Narzissen stehen bereit, morgen wird sicher der erste im Garten aufblühen. In der Stadt habe ich einen Rasen voll mit Herbstzeitlosen gesehen. Sie blühen zwar selten im Frühjahr, aber bei uns immer.
Bilder: heute, mittags, vor unserem Haus:

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Der Winter geht zu Ende

Samstag, 14 Feb 2009 @ 16:23

Wir haben schon den halben Februar. Eigentlich ist noch tiefer Winter, aber nicht bei uns, an der Bergstraße. Hier werden wir vom Klima verwöhnt. Es ist schon über zwei Monate kalt – das reicht. Wir sind es leid und warten auf den Frühling. Letztes Jahr haben schon am 3.02. die Krokuse geblüht. Aber jetzt haben wir immer noch um null Grad und morgens muss man meistens das Auto etwas abkratzen.
Gestern sind zehn Schneeflocken gefallen – Mitte Januar wäre es OK, aber Mitte Februar ist es quellend. Jedoch die Natur weiß damit umzugehen, die nächtliche Kälte holt sie tagsüber auf. Und es gibt genug Frühlingsboten.
Unsere Terrassen liegen geschützt und sonnig, so dass man recht früh draußen den Kaffee trinken kann. „Erster!“ wer wird es dieses Jahr rufen? Vor paar Jahren waren wir es, Ende Januar – na, gut, in Pullis.
14.01.09 - Das ist kein Milch - das ist WasserSchnee haben wir nicht viel, höchstens paar Tage müssen wir schieben. Frost ist uns auch gnädig. Aber wir haben auch vor paar Jahren gute 2 Wochen minus 18 Grad. Und dieses Jahr haben viele Tage minus 10 Grad angehalten, lange genug, dass uns das Mineralwasser in der Garage eingefroren ist. Die PET-Flaschen haben dabei zweite Formung absolviert und wurden danach zu Plastiktüten.
Wir hoffen stark auf ein gutes Wetter am 22.02., zum Fastnachtsumzug.
Und wir geben nicht auf. Mein Wintermotto funktioniert: „jeder Tag bringt uns näher an den Frühling“. Wir suchen und finden die Zeichen.

21.01.09 - Palmen in Unterhosen4.02.09 - Palmen mit Hut4.02.09 - Schneeglöckchen4.02.09 - Kätzchen5.02.09 - Nebel13.02.09 - Keine Angst, der Frühling kommt13.02.09 - Winterling

Und heute? Aufwachen in Weiß! Was für eine Überraschung.
Unser netter Nachbar, der früher aufgewacht ist als wir, hat schon den gemeinsamen Weg freigeschaufelt. Wie heißt es? Die Morgenstund… macht Wege frei?
Aber die Bilder mussten wir sehr schnell machen, da der Zauber bei plus-Graden vor den Augen von den Ästen abgefallen ist.

Aus dem FensterStarkenburgAus dem FensterIm Garten

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Rekordeiswein

Donnerstag, 8 Jan 2009 @ 16:13

Hurrra!
Heute konnten wir in der Zeitung lesen: gestern früh, bei minus 18 Grad, wurden noch mal 100 Liter Eiswein gelesen, mit 252 Öchsle. Herr Antes, Vorstand der Winzergenossenschaft, erwartet für diese Rarität einen Preis von ca 300€ für 0,33L.
Bei der vorherigen Lese des Spätburgunder wurden paar Reihen gelassen, mit der Hoffnung, dass es noch kälter werden könnte. Je tiefer die Temperatur, um so mehr Wasser gefriert in der Traube, um so essentieller ist der Most. Das Risiko wurde belohnt. Die Trauben waren so eisig, dass bei der Pressung erst nach paar Minuten die ersten Tropfen gekommen sind, zähflüssig und zartrosa. Obwohl im Januar gelesen, gehört der Wein zum Jahrgang 2008. Er wird den Rekord von 1996 schlagen, wo Riesling mit 242 Öchsle bei der World Trophy zum weltbesten Eiswein des Jahrgangs gewählt wurde.
Damit ist die Eisweinlese endgültig abgeschlossen. Jetzt warten wir auf die Weine.

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Frost und Wein.

Montag, 29 Dez 2008 @ 21:21

Letzte Tage waren trocken, sonnig und kalt, sogar frostig. Sternenhimmel, Venus, Orion, Mond wie abgeschnittener Fingernagel und tagsüber nur strahlendes Blau und stechende Sonne.
Aber heute um 6:00 waren minus 6,5 Grad. Unser erster Gedanke war: es wurde sicher gelesen. Radio hat unsere Vermutung bestätigt, heute nachts war die Weinlese für den Eiswein.
Ich habe schon mal geschrieben, dass ein Teil der Weintrauben, unter Abdeckung, an den Stöcken bleibt und wartet… auf minus 7 Grad. Dann rückt die Lesemannschaft, nachts, notfalls mit Lämpchen, in die Weinberge aus. Die gefrorenen Trauben werden für eine Rarität gelesen, für den Eiswein, der mindestens 127 Öchsle haben muss und gehört in die obere Liga der Preisklasse. Eine 0,33L – Flasche kostet ab 25€, nach oben sind die Zahlen offen.
Unsere erste Begegnung mit dem Eiswein war eher ein lustiger (kommt darauf an, für wenn) Zufall. Vor ca 18 Jahren, haben wir von unserem Nachbar am 24.12. einen Wein bekommen. Wir haben ihn unter den Weihnachtsbaum gestellt, haben uns unterhalten, unser Geschenk gegeben und sind, mit besten Weihnachtswünschen, auseinander gegangen. Später ist der Nachbar wieder gekommen und hat wieder eine Flasche in der Hand gehabt. Jurek hat sie freudig entgegengenommen und wieder unter den Baum gestellt, gegen meine Verwunderung: „wir haben doch schon Wein bekommen“ (?). Abends, nach dem Essen, haben wir eine Flasche geöffnet, bohhh, war der Wein gut, süffig ist er unsere Kehlen abgegangen. Wir haben noch nie solchen Wein getrunken. Paar Tage später, Gespräch im Flur: „Mensch, Oli, der Wein von euch war aber lecker!!!“. „Das weis ich, es war ein Eiswein und den wollten wir selbst zum Heiligabend trinken. Ich wollte ja nur bisschen angeben und euch zeigen, was wir trinken werden“. Haha. Wir haben sieben Jahre zusammengewohnt und sind noch viele male zu diesem Heiligabend zurückgekommen. Und wir wissen seitdem, dass der Eiswein verdammt gut schmeckt. Das war das einzige mal, dass wir eine ganze Flasche Eiswein (0,5L) in der Hand (und im Magen) hatten.

P.S. An der Gießenerstr.4 blühen Schneeglöckchen. Dieselben, die ich schon letztes Jahr, Mitte Januar, fotografiert habe.

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Ein neuer Exot.

Dienstag, 18 Nov 2008 @ 18:22

Passend zum letzten Thema, haben wir heute in Starkenburger Echo gelesen: in Heppenheim wachsen zwei Kakibäume. Der Eigentümer hat sie vor zehn Jahren gepflanzt, neben anderen Pflanzen aus seiner Heimat – Apulien.
KakiWie man auf dem Bild sieht, ist der Baum voll von Früchten (bekannt auch als Sharon), die jetzt noch in natürlicher Umgebung reifen können, denn sie brauchen dazu Kälte. Im Handel angebotene Kaki ist unreif und sollte zur vollen Geschmacksentwicklung in den Kühlschrank gelegt werden. Ich bin natürlich die angegebene Strasse entlanggefahren, in der Hoffnung, dass die Bäume sichtbar sind, leider wurde ich enttäuscht. Enttäuscht werden sicher nicht die Nachbarn des Hobbygärtners, die vermutlich alle gut mit den Früchten versorgt werden, den die Menge kann eine Familie nicht verbrauchen.

Also, zur Erinnerung – in Heppenheim wachsen: Feigen, Kiwi, Pfirsiche, Bananenstauden (leider ohne reife Bananen, da die Wärme zu kurz ist), viele exotische Bäume (z.B. Palmen, Bambus, Araukarie) und jetzt neu – die Kaki.

Fehlt nur noch das Meeresrauschen, Sand und 365 Tage Sonne. Wir arbeiten daran.

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Frühling im Winter.

Sonntag, 16 Nov 2008 @ 20:22

Wir haben schon den halben November und bereiten uns auf den Winter vor. Schals liegen raus und Mützen ( wir haben nicht mal welche für „gut“, weil wir keine tragen, nur sehr sportliche, für den Wald), Winterreifen sitzen, Streusalz ist da und der Schneeschieber auch. Mit dem Schneeschieber ist es bei uns so: einen Teil von unserem Hauszugang teilen wir uns mit dem Nachbar vom nächsten Haus. Der Nachbar ist ein sehr netter Mensch, aber hat keinen eigenen Schieber und benutzt unseren – dafür schiebt er manchmal unser Teil auch frei. Es ist recht angenehm, noch im Nachthemd beim Kaffee zu sitzen, währen vor der Tür schon schru-schru zu hören ist, deswegen achten wir immer darauf, dass der Schieber bequem steht, damit der Nachbar ihn bloß nicht suchen muss.

Geranien Nicht nur grauer Nebel und Kälte machen sich breit. Auch die Farblosigkeit. Aber bei uns blühen noch viele Blumen vom Sommer, tapfer und ausdauernd: Geranien, Fuchsien, Rosen und natürlich alle herbstlichen Astern und Chrysanthemen.  Wir haben auch paar Spezialisten, die aufblühen, wenn die anderen sich zum Winterschlaf machen.

Winterjasmin Der Winterjasmin ist ein Strauch, der weite Triebe entwickelt, und gern für Zaunbepflanzung genommen wird. Er blüht im Winter, mit kleinen gelben Blümchen, von denen immer nur ein Teil zum Blühen kommt, dadurch reicht die Blütezeit bis Frühling, bei Frost und Schnee, bis er von den Forsythien abgelöst wird.

Der Strauch fäng jetzt an zu blühen, mit Körbchen aus vielen kleinen rosa-weißen Blüten und hält auch bis Frühjahr. Das ist der duftende Schneeball und er kommt aus China.

Den blühenden Exoten – Aralie – habe ich gestern entdeckt, die Blätter benutzt man für Sträuße, aber in Blüte sehe ich ihn zum ersten mal, obwohl ich den Strauch schon seit guten zweit Jahren täglich sehe. Ich werde mal den Eigentümer ansprechen. Ich habe sonst keinen zweiten in Heppenheim gesehen.

Feigen Die Feigen haben sich feige von ihren Blätter entkleidet und versuchen jetzt mit verbliebenen Früchten zu punkten. Umsonst, die können sich jetzt nur noch erkälten. Aber wir haben dieses Jahr sehr viele und besonders gute Feigen gehabt.

Schneeglöckchen Die Schneeglöckchen (Starkenburger Echo vom 13.11.08) versuchen den Winter zu überspringen (vielleicht versuchen wir es auch…). Na, sie werden sich noch wundern und zurück in die Erde – geht nicht mehr. Letztes Jahr haben sie schon Mitte Januar geblüht.

Die Natur zeigt uns, dass uns jeder Tag näher an der Frühling bringt. Nur glauben und geduldig sein: auch aus Gras wird Milch.

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Weinlese.

Sonntag, 19 Okt 2008 @ 16:06

Wie wir schon geschrieben haben, ist Heppenheim in Weinlesefieber. Zum ersten mal wird dieses Jahr auch auf dem neukultivierten Abschnitt „Wein und Stein“, am Steinkopf gelesen.
Am Freitag haben sich dort mehrere Botschafter der Stadt und der Bergstraße zur Arbeit gesammelt. Ausgestattet mit Eimern, Rebscheren und gutem Willen, wurden sie fachmännisch angewiesen: „Das Rote sind die Trauben, die kommen in die Eimer. Das andere sind Blätter, die können hängen bleiben“. Dabei waren u.a.: Landrat Matthias Wilkes, ehemalige deutsche Weinprinzessin Lisa Edling, Fußballtrainer Klaus Schlappner, Musiker Franz Lambert, Manager Jürgen Gromer. Sebastian Vettel musste die Teilnahme absagen, wegen heutigem Rennen Formel 1 in Shanghai.
Die Winzer sind mit der Lese sehr zufrieden. Die Trauben bringen 80-104 Öchsle, das ist die Qualität der Spätlese. Der Spitzenreiter ist der Grauburgunder mit 117 Öchsle. Zu bestimmten Terminen werden über 30 Sorten gesammelt, so sind nächste Woche die Stars dran – Merlot und Cabernet Sauvignon.
Bei wunderschönem Wetter und „Weinstimmung“, waren wir gestern spazieren, na, schon eher wandern. Über zweit Stunden sind wir stramm in der Weinbergen am Essigkamm und im anliegenden Wald marschiert. Unterwegs haben wir auch viele fleißige Lesetrupps gesehen, die wir im Vorbeigehen freundlich begrüßt haben. Nur nicht von der Arbeit abhalten – damit wir etwas zu trinken haben, wenn es soweit ist. Und man könnte auch einen Bottich auf den Rücken bekommen und müsste helfen…
Bunte Landschaften breiteten sich vor unseren Augen, Weinreben in verschiedenen Farben lagen da wie ein Teppich.
Und in dem Buchenwald bedeckten die goldenen Blätter so dick den Weg, dass in uns die Kinderseele wach geworden ist. Wir haben beim Gehen,  die Blätter mit den Füßen aufgewühlt, dass sie wieder hoch geflogen sind. So ein Spaß haben wir schon lange nicht gehabt.

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Indian Summer an der Strata Montana.

Samstag, 11 Okt 2008 @ 17:07

Der Herbst hält Einzug, in der Welt und bei uns. Wunderschöne Bilder finden wir nicht nur auf den Postkarten aus Kanada, sonder auch auf unseren Straßen. Für Wochenende haben wir einen Spaziergang im feurigen Wald und Fotos geplant, aber mussten ihn leider absagen, weil die Grippe stärker war als unsere Pläne. Ob es uns noch nächste Woche gelingt, die Bilder und Farben einzufangen, oder geht die Stimmung durch Abkühlung und Regen verloren? Das wissen wir nicht.
Vorerst „aufgeschnappt“ auf der Straße:

Herbstzauber bei der Arbeit:

Ausblick aus unserem Fenster, bei untergehenden Sonne:

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