Beitrags-Archiv für die Kategory 'Bunt und krumm'

Heppenheim auf Vulkanen

Donnerstag, 11 Jun 2009 @ 13:39

Wieder haben wir mal Heppenheim verlassen und uns auf weiten Weg gemacht, auf die Azoren. Wir haben die größte Insel ausgesucht, die Sao Miguel, die jedoch an der engsten Stelle 7 Km messt, ungefähr so viel, wie unsere Stadt zwischen den entferntesten Punkten.
Kleine Stadt, kleine Insel, große Welt – die Zufälle treffen sich. Außer uns hat noch ein Ehepaar aus Heppenheim beschlossen im gleichen Hotel Urlaub zu machen. Die Frau kenne ich sogar, aber unsere Wege haben sich (in den nur paar überschnittenen Tagen) nicht gekreuzt.
Aber wir werden uns noch mal in der Stadt sehen. Ich bin neugierig, ob sie genau so zufrieden und begeistert waren, wie wir.
Im Gepäck haben wieder unsere T-Shirts „Heppenheim zeigt Farbe“ nicht gefehlt, die für dieses Jahr rot sind.

Und wir finden, dass sie sich vor dem Fogo-See (den sichtbaren Wanderweg sind wir natürlich auch gelaufen) und vor unserer Zimmerpanorama gut machen, oder?

Thema: Bunt und krumm, Heppenheim zeigt Farbe | Kommentare (0) | Autor:

Zu Hause pflegen – Kurs

Mittwoch, 21 Jan 2009 @ 16:14

Zu Hause pflegen - Kursprogramm zur Unterstützung pflegender Angehöriger

Thema: Bunt und krumm | Kommentare (0) | Autor:

Neue Fotos

Sonntag, 18 Jan 2009 @ 21:14

Heute haben wir auf dem polnischen HP-Blog eine neue Seite eingerichtet. Da im polnischen Internet nichts über Heppenheim zu finden ist und wir schon von Bekannten Anfragen hatten, haben wir, mit gemeinsamen Kräften und in guter Teamarbeit, Wikipedia über Heppenheim übersetzt (fast vollständig), sie mit eigenem Wissen ergänzt und mit unseren Bildern verschönert.
Dabei ist uns aufgefallen, dass die deutsche Seite „Entstehung des Blogs“ noch keine Fotos hat. Das haben wir jetzt nachgeholt und laden Euch zum Schauen ein.

Thema: Bunt und krumm | Kommentare (0) | Autor:

Vierter Advent.

Sonntag, 21 Dez 2008 @ 19:41

Vierte KerzeHeute brennen überall vier Kerzen. Eigentlich ist alles still und ruhig, aber die Vorbereitungen zu Weihnachten laufen auf Hochtouren. In Heppenheim machen ab morgen manche Geschäfte früher auf, zB. Lidl schon um 7:00. Die Weihnachtsbaumverkaufstellen sind immer leerer, die Süßigkeiten in den Regalen immer weniger. Wenn der Verkauf schon im September anfängt, ärgern sich die meisten, aber anscheinend kaufen genug Leute ab da schon ihre Lebkuchen.
Letzte Tage regnet es viel, es sieht nicht gut aus für weiße Weihnachten . Aber bei uns schneit es eh nicht viel. Die meisten Kinder haben nicht mal einen Schlitten. Letztes Jahr musste ich an einem verschneiten Nachmittag (ich glaube, an dem einzigen) in die Stadt. Böse Jungs haben die Mädchen mit Schneebällen beworfen. Hinter mir hat keiner geworfen. Ich war mir nicht so sicher, ob ich wegen dem trockenen Kragen froh sein sollte, oder…
Aber an unseren ersten Winter hier, 1990, können wir uns erinnern! Ojej! Wir wussten nicht mehr wohin mit dem geschobenen Schnee. Autofahren war schwierig, vom ordnungsgemäßen Parken konnte keine Rede mehr sein, denn überall waren Schneeberge. Und jeden Tag ist neuer dazugekommen. „Wo sind wir den hierher gekommen?“ Damals wussten wir noch nicht, dass diesem seltenen Winter ein früher und warmer Frühling folgen sollte, mit Blumen im Februar, mit sonnigem Fastnachtsumzug, zu dem wir nur Jacketts angezogen haben. Und am 16.03.91 haben wir auf der Terrasse, mit kurzen Ärmeln, Sekt getrunken, für das Wohl meiner 100-jährigen Oma.

Heute waren wir mit Freunden im Odenwald, bei Lörzenbach. Es hat nicht geregnet, 9 Grad, windstill. Wir sind fast zwei Stunden gegangen, im Wald, an den Wiesen und Feldern entlang, oben auf dem Berg – mit weiter Sicht über den Odenwald, im Tal, durch das Dorf. Wir sind an alten Obstgärten vorbeigegangen, wo die Bäume heute nur noch die Mistel tragen. Man würde so gern einen Ast abbrechen, zur Dekoration. Und vielleicht würde man dann darunter noch mal etwas schönes erleben, bekanntlich ohne Sünde.

Thema: Bunt und krumm | Kommentare (0) | Autor:

Advent für Senioren.

Mittwoch, 17 Dez 2008 @ 19:16

SeniorenAm Sonntag war die traditionelle Adventsfeier für Senioren, die die Stadt jährlich für alle über 70 Jahre organisiert. Nachdem man letztes Jahr irgendwie den Transport für die Rollstuhlfahrer vergessen hat – wurde er diesmal sehr gut geregelt. Gestern haben an der Feier 360 Senioren teilgenommen. Dafür wurde ein großer Raum benötigt. Der „Halbe Mond“ verfügt über genug Raum, aber, wie ich schon geschrieben habe (bei FDP), wird er umgebaut. Eine Alternative musste her und wer will, der findet – die Feuerwehr. Die Fahrzeuge raus auf die Parkplätze, die Senioren an die Tische. Die Feuerwehrleute haben den Raum und die Tische festlich dekoriert und für weihnachtliches Programm und Stärkung gesorgt. Es gab Kaffee und Kuchen, aber später auch Schnitzel mit Gemüse und Kroketten. Wie ich gehört habe, hat es sehr gut geschmeckt. Die Senioren waren zufrieden, haben Bekannte getroffen und waren an dem Tag wichtig in der Stadt.
Auf dem Bild sehe ich paar von unseren Patienten. Sie haben danach gern erzählt. Aber für uns war es ein kleiner Ausnahmezustand. „Schwester, kommen Sie früher//später, ich möchte zu der Feier“. Zwei sind gegangen und im Eifer vergessen sich bei uns abzumelden, die Kollegin hat vor der Tür gestanden, unnötige Anfahrt, Sorgen, ob etwas passiert ist, Telefonate. Wir bemühen uns solche Sonderwünsche unserer Klienten zu erfüllen, es ist wichtig, dass sie die Möglichkeit haben am sozialen Leben teilzunehmen. Ob es Familien-, Weihnachtsfeier, Kartenabend oder Gottesdienst ist, wir können uns recht kurzfristig anpassen. In der Tour wird halt bisschen „geschoben“, einer wartet etwas, einer kommt früher dran, mit Bitte um Verständnis wird die Reihenfolge verändert, heute er – morgen Sie.
Wenn wir in Polen sind fällt uns auf, dass man dort eigentlich keine Behinderten auf den Strassen sieht, keine Rollstühle,und Rollatoren, wenig alte Menschen.
Und bei uns gehören sie zahlreich zum Bild der Städte. Heppenheim hat in letzten Jahren fast alle Bürgersteige umgebaut, damit schwellen freies Fahren möglich ist. Die alten Menschen gehen mit Rollatoren einkaufen und mit Nordic-Walking-Stöcken spazieren (das sieht schicker aus als Stock, erinnert nicht so an die Schwäche, und gibt die Stütze so „als ob“). In unserem Supermarkt TOOM gibt es spezielle Einkaufswagen, an die man sich mit Rollstuhl ankoppeln kann. Da hat Einer gut gedacht. Der Behinderte kommt sogar mit Auto einkaufen, aber wo soll er seine Butter und Milch halten? Aber wenn ein muskulöser Sportler oder Dame mit Stöckelschuhen ihre Autos auf einen Behindertenparkplatz stellen, dann überkommt mich Wut. „Was heute nicht ist, kann morgen noch werden“ – habe ich schon öfter hinterher gerufen. In Polen habe ich mal eine Tafel gesehen „Du hast einem Behinderten seinen Parkplatz genommen, nimm auch seine Krankheit“ – wow! das wirkt. Ich habe mir diesen Satz auf rotem Papier gedruckt und schon manchmal so hinter die Scheibenwischer gesteckt, damit alle den Zettel sehen.
Taxi-Ufer, unser Taxiunternehmen hat spezielle Fahrzeuge die Rollstühle transportieren, nicht nur zum Arzt, aber auch zu Feier.

Auf dem Weg zum WeihnachtsmarktTreppenhaus im HochhausSportlich, mit StöckenKarnavalsumzugSpaziergang

Die Alten, Kranken und Behinderte gehören auch zu unserer Gesellschaft. Und unsere Stadt gibt sich die Mühe den Anforderungen gerecht zu werden. Und wo noch Defizite sind ( sind wir ehrlich: es gibt sie!), dann hoffen wir, dass jemand wann und wo, daran arbeitet.

Thema: Bunt und krumm | Kommentare (0) | Autor:

In Bensheim.

Sonntag, 14 Dez 2008 @ 21:26

Dritte KerzeHeute musste ich arbeiten, aber den Nachmittag hatte ich frei. Es war ein sonniger Tag, also sind wieder zum Weihnachtsmarkt gefahren, diesmal in die feindliche Regionen – nach Bensheim. Das ist die nächste Stadt und es bestand seit eh und je eine Rivalität zwischen Heppenheim und Bensheim. Früher haben wir gern die Witze mitgerissen, aber jetzt wohnt unsere Tochter dort. Ein nahender Gewitter war uns nicht schlimm, „vielleicht geht er über Bensheim“, aber das wünschen wir unseren Kindern jetzt nicht mehr.
Doch was gut ist, sollte man auch sagen: Bensheim hat drei Wochen Weihnachtsmarkt, nicht wie wir – einen Tag und dann noch im Regen. Es war sehr voll, aber wo Platz für andere ist, da passen wir auch hin. Und wem es unten zu eng war, der konnte sich mit dem Riesenrad über das Geschehen erheben. Mit Glühwein in der Hand sind wir an den Buden entlang gegangen (oder eher: wir haben versucht immer weiter zu kommen), bis zum Marktplatz. Und da war sie! Die Riesentanne. Mit Party und Presse wurde sie geliefert und aufgestellt. Und ich kann mich erinnern, dass die Tanne im letzten Jahr sogar paar Zentimeter höher war, als die in New York (genaue Angabe war damals in der Zeitung). Die Bensheimer waren sehr stolz und wir haben geschmunzelt.
Diesmal steht sie da, elegant und glitzernd. Dekoriert nur mit weißen Lämpchen, aber wohl mit tausenden davon. Sicher gibt es ein Gewinnspiel, wie viele es sind.
Der Brunnen am Platz wurde (wie auch zum Winzerfest) zu heißer Glühweinquelle umfunktioniert und daneben haben Nikolause im Orchester gespielt. Was braucht man mehr?

GlühweinWeihnachtsbaumUnter dem WeihnachtsbaumWein aus dem BrunnenLangosEisbarRiesenrad

Am Wambolder Hof haben sich viele Menschen am Eisbaum versammelt, dort wurden Weihnachtsgeschenke versteigert. Mehrere Skulpturen im Eis waren mit Kerzen dekoriert, schön und vergänglich. An der Eisbar haben wir uns nicht lange aufgehalten, wir stehen eher auf die heißen Getränke. Aber es war schön und interessant. Ob die kreativen Ideen in einem echt bensheimer Kopf entstanden sind?
An einer Wand hat ein Nikolaus gesessen, mit Becher für Geld vor sich und Mundharmonika an den Lippen. Wir haben uns in der Nähe gestellt, weil ich meinen Langos (mit Knoblauch und Käse) ruhig essen wollte. Der Nikolaus hat sich „warm gespielt“, hier gepustet, da gepfiffen in sein Instrument. Noch bevor ich mit Essen fertig war, haben wir ihn geknackt! Er hat keine Ahnung von Mundharmonika gehabt. Aber für seine Kreativität hat er einen Euro verdient. Es war nicht nur die Verkleidung. Wie Millionen andere, haben auch wir seit Wochen eine große Sympatie für Straßenmusikanten mit Mundharmonika (dank Dieter Bohlen und Superstar).
Ein schöner, lustiger, leckerer Adventnachmittag – obwohl in Bensheim.

Thema: Bunt und krumm, In der Umgebung | Kommentare (1) | Autor:

Zweite Kerze

Sonntag, 7 Dez 2008 @ 17:50

Zweite Kerze Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, erst ein dann zwei…
Heute ist ein stiller und ruhiger Tag. Draußen ist es trocken, sogar der Himmel war halb wolkenfrei. In Bensheim (die nächste Stadt, 5km) ist ein schöner Weihnachtsmarkt, der bis 20.12. dauert. Wer ein bisschen weiter und größer möchte, der kann in die romantische Kulisse von Heidelberg fahren. Der Markt dort liegt direkt unter dem beleuchteten Schloss, das imposant auf dem Schlossberg über der Stadt thront und sich gewaltig über den Düften und Musikklängen in Szene setzt. Die Fahrt lohnt sich.

Thema: Bunt und krumm | Kommentare (0) | Autor:

Erste Kerze.

Montag, 1 Dez 2008 @ 20:28

Erste KerzeDie erste Kerze brennt. Die Stimmung auf Weihnachten kommt. Wir waren gestern in Mannheim zum Weihnachtsmarkt. Abends, da im Dunklen die Lämpchen erst richtig zur Geltung kommen und zusammen mit weihnachtlicher Musik für die schöne Atmosphäre sorgen. Auf gleiche Idee sind sehr, sehr viele Menschen gekommen, es war voll, manchmal kein Durchkommen mehr. Am engsten war es natürlich vor den Glühweinständen ( in -zig Variationen) und Fressbuden. Und die Auswahl!! Wir essen in Mannheim immer ein Langos – ungarisches Hefegebäck in Öl gebraten, Jurek mit Puderzucker und ich lieber mit Käse und Knoblauch.
Zwischen den Buden spazierend, oder eher durchschiebend, haben wir plötzlich neben dem White Christmas, noch andere Töne rausgehört. Und wie anders! Bachata, unsere Lieblingsmusik von der Dom. Rep. Da haben wir gleich eine CD, zur Ergänzung unserer karibischen Kollektion, gekauft. Ein paar Hütten weiter haben wir ein schönes Geschenk für eine nahe Person gefunden. Und viel Zeit haben wir wieder an „unseren“ Ständen mit raffinierten Soßen und Gewürzen verbracht. Wir haben ausgiebig probiert, ob die Rezepte vom letzten Jahr wohl gleichgeblieben sind und ich habe auf Brot Orangensenf, Birnen-, Feigensoße und zwanzig andere gekostet, während Jurek sich lieber dem Bärlauch und Peperoni zugetan hat.

WeihnachtsmännerSchmeckt?KindheitstraumTankstelleDie erste TasseWas für eine Kopfbedeckung...Afrikanische Kunst

Schon auf dem Weg zum Markt, habe ich (solidarisch mit dem Fahrer) laut gedacht: „Nach einem Glühwein kann man doch noch fahren, oder?“ Jurek: „Sogar nach zwei, kommt darauf an, auf welcher Seite im Auto man sitzt“. Na… Ich hatte Glück, ich habe rechts gesessen.

Thema: Bunt und krumm, In der Umgebung | Kommentare (1) | Autor:

Advent

Dienstag, 25 Nov 2008 @ 21:29

Es weihnachtet immer mehr um uns. Weihnachten – das ist nicht nur die Zeit der Einkäufe, aber auch des Nachdenkens, Erwartung und Vorfreude.
Der Advent wird traditionell und vielseitig gefeiert. Jeder hat zu Hause die Kränze oder Dekoration mit vier Kerzen, schon jedes kleine Kind kann „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…“ aufsagen.
Und spätestens, wenn die letzte Kerze angezündet wird, sollte man alles für die Feiertage bereit haben, Baum,Termine für Besuche, Menu, Geschenke.
In der vorweihnachtlichen Zeit werden viele Weihnachtsfeiern organisiert, meistens diese von der Arbeit – das ist eine nette Form den Mitarbeitern und Kollegen einen Dank auszusprechen. Jurek geht mit seinen Kollegen, und ich werde sogar zwei haben, eine von unserem Büro, ca 40 Mitarbeiter und eine große vom Caritasverband, für alle Sozialstationen aus dem Bezirk, da kommen schon leicht 250 Teilnehmer zusammen. Jedoch haben die Feiern, die wir kennen, nichts gemeinsam mit denen, die man aus amerikanischen Filmen kennt.
Unser BaumIn vielen Städten werden Weihnachtmärkte eingerichtet. Bei uns wird am 6.12. der historische Markt mit Buden und Ständen zugestellt, wo man sich bei Licht und Musik mit Freunden trifft und mindestens Glühwein und heiße Maronen oder Crêpes nimmt oder noch ein Geschenk oder Deko kauft. Es ist schade, dass unser Markt nur einen Tag dauert. Es ist so viel Vorbereitung und manchmal passt einem auch der einzige Termin nicht, da würde man gern am anderen Tag oder auch noch mal gehen. Sehr schöne (und unvergleichbar größer) sind die Märkte in Heidelberg und Mannheim. Wie immer, werden wir mindestens zum einen davon sicher fahren.

In unserem Stadtteil, heppenheimer Weststadt, hat sich seit 5 Jahren ein „lebendiger Adventskalender“ etabliert. Ab 1.12. wird sich täglich an einem Haus eine Gruppe treffen, die zusammen paar Weihnachtslieder singt und ein Gebet spricht, vielleicht bringt jemand eine Gitarre oder Mundharmonika mit, vielleicht stellt die Gastfamilie einen Teller mit Plätzchen bereit oder Kaffee aus der Thermoskanne. In einer Halben Stunde gehen sie wieder auseinander. Am nächsten Tag ist ein anderes Haus dran, die aktuellen Adressen  stehen in der Zeitung und in der Kirche. Der lebendige Adventskalender wird von unserer katholischen Kirche Erscheinung des Herren organisiert, aber eingeladen sind alle, katholisch, evangelisch, groß, klein, mit Tuch oder Turban, Nachbar, Gast und Tourist. Die Kinder bekommen dabei kleine Geschenke oder basteln selbst etwas, damit wird nach und nach der Baum in der Kirche geschmückt. Und wenn der Baum voll ist und die vierte Kerze brennt –

– dann ist Weihnachten, ein Fest der Liebe und des Friedens.

Thema: Bunt und krumm | Kommentare (0) | Autor:

Die fünfte Jahreszeit

Samstag, 15 Nov 2008 @ 9:32

Am 11.11.08 um 11:11 Uhr hat die Zeit des Karnevals angefangen ( regional auch Fasching, und bei uns Fastnacht). Unsere Stadt hat den Zeitpunkt verdiskutiert oder verschlafen. Aber heute, mit drei Tagen Verspätung, dafür pünktlich, wie angesagt um 19:11 wurde die Narrenzeit offiziell eröffnet.
An unserem Fastnachtbrunnen haben sich paar Hundert Fastnachtler versammelt. Das Komitee ist gekommen, die Garde, der Spielmannszug. Der Schirmherr und die Zugmarschalin wurden vorgestellt. Weiter wurde dann im anliegenden Vereinshaus, Gaststätte Kupferkessel gefeiert.

KomiteeRedeHellauFontanne

Die Zahlen 5 und 11 spielen in der Fastnacht eine besondere Rolle, dabei ist die Zahl 11 die eigentliche Narrenzahl.
Bei 5 – wie oben erwähnt – die 5. Jahreszeit,
– Narren stellen Ordnung und Gesetz auf den Kopf und lassen „fünf gerade sein!“
Bei 11 – Bewusste Übertretung der Gesetze – nach dem 10. Gebot kommt das 11. Gebot = Narretei,
– § 11 – eigenes Gesetz des Narrentums,
– 1 neben 1 – Gleichberechtigt mit der Obrigkeit,
– Elferrat – (Komitee) Elf Narren, die so töricht sind, dass einer dem anderen die Wahrheit sagt,
– Elferkappe (Narrenkappe) – Symbol der Gleichheit Aller unter der Narrenkappe,
– 11.11. -Datum zur Vorbereitung der 5.Jahreszeit, um 11:11Uhr (wenn nicht verschlafen wird).
Fastnacht dauert jetzt bis Aschermittwoch. Zuerst läuft alles auf leisen Sohlen, Vorbereitungen, Organisationstreffen, aber die letzten Wochen, nach Drei Könige, auf Hochtouren! Es gibt Maskenbälle (Rosenmontagsball), Sitzungen mit buntem Programm und Büttenreden, die satirisch und gnadenlos jedes soziale, politische, lokale und aktuelle Thema angreifen.
Der Höhepunkt bei uns ist der Fastnachtsumzug, (22.02.09) bei dem bei schönem Wetter sogar 100 000 Zuschauer kommen – wenn man erwähnt, dass Heppenheim 25 000 Einwohner hat, dann ist es ein Erfolg.
Unser Ruf ist ein dreifaches „Helau“!!!
Das Lieblingsgebäck sind die Berliner, in vielfacher Ausführung (bei uns Kräppel).
Der Narr am Brunnen hält uns einen Spiegel vor, wir sollen reinschauen und nachdenken: was sehe ich?
Mehr im Februar.

Thema: Bunt und krumm, Jedes Jahr wieder | Kommentare (0) | Autor: