Beitrags-Archiv für die Kategory 'Bunt und krumm'

„Festung“

Freitag, 8 Aug 2014 @ 19:19

Am Montag wurde der Film „Festung“ im TV gesendet. Heute, 8.08, wird er noch mal im ZDF Kultur  zwei mal wiederholt.
Der Film handelt über häusliche Gewalt. Die Brutalität des Vaters richtet sich gegen die Mutter, die unfähig es zu ändern gibt sich ihrem Schicksal hin. Drei Töchter wachsen unter der Angst auf und jede findet ihren eigenen Weg damit umzugehen.
Doch wie in einer Festung – alles bleibt hinter den Mauern.

Der Film wurde 2010 komplett in Heppenheim und seinen Teilen gedreht.
So wohnt die Film-Familie in Erbach  Im Vordersberg (Außenaufnahmen). Die Schulszenen spielen in Martin Buber Schule ab.
Johanna fährt Fahrrad über die Juhöhe nach Oberlaudenbach (die schöne Feldstrecke ganz am Berg, die liebe ich!). Oder am Steinkopf, am Friedhof in der Kolpingstrasse. Auch Cafe Fuhr auf der Juhöhe spielt eine Rolle (als Hotel, mit Szenen vom Geburtstag). Kirchgasse, Schunkengasse, Jakob-Maier-Str, Starkenburgweg – sind zu sehen.
Die Filmmacher haben schöne Orte und Stellen ausgesucht.
Auch viele Heppenheimer spielen als Statisten mit.

Und mir wurde  bewusst , wie gut ich unsere Stadt kenne – es hat ein-zwei Elemente gereicht und ich habe sofort die Stellen erkannt. Auch viele Häuser, die ich überwiegend beruflich betrete, habe ich gesehen.

Film ist bedrückend wegen seiner Thematik und keine leichte Kost, aber auf jeden Fall stark empfehlenswert.

Morgenweb  Echo online

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Neues aus Beton

Sonntag, 17 Nov 2013 @ 15:42

In den letzten Wochen beobachte ich manche bauliche Vorgehen in der Stadt.
Seit einem halben Jahr fahren wir unter der Bahn Lorscher Straße einseitig, weil die ganze Unterführung renoviert wird. Und zwar ordentlich und bis auf Grund Zero. So haben wir auf jeden Fall die Abtragungen gesehen. Sonst müssen dort wahre Wunder eingearbeitet sein, denn die Bauarbeiten dauern schon Monate. Jetzt ist eine Seite fertig, seit letzter Woche wird der Verkehr über die fertige Spur geführt und sie zweite Hälfte wurde angegangen. Aber im April `14 soll schon alles ganz fertig sein. Juhu!!
Keiner versteht, was man so lange auf einem Stück von 500 Meter macht. Egal. Mir passt die Fahrrichtung, so kann ich immer schneller über die Spuren wechseln und meine Ziele erreichen.
Jetzt sieht man den Unterschied, fertige Seite ist neu, sauber, hell…
Mal sehen wann es den ersten Dosenartisten stören wird und er sich gezwungen fühlt es zu ändern…

An anderer Stelle fahre ich auch mehrmals am Tag vorbei und wundere mich immer wieder. Es ist ein Eckareal an der Ketteler Straße, umsäumt von vielen alten Kastanienbäumen. Man hat dort schon paar 3-Stöckige Häuser gebaut, begrünt – schön. Die Wohnungen sind auch nett, ich war schon in einer drin.
Und jetzt steht der Rohbau für zwei letzte Blocks, zur Straße hin.
Vor einem Haus stehen 9 Kastanien, so nah, dass die Bewohner die braunen Kastanien von den Balkonen reißen werden. Aber die Bäume mit Blättern bilden eine dicke Wand, dann wird kein Tageslicht, geschweige Sonnenstrahl, je die Räume erreichen. Die „Kastanienmenschen“ werden wohl die einzigen, die mit Sehnsucht den kahlen Winter erwarten werden.
Ich gehöre nicht zu den Menschen, die immer schreien: „Rettet die Bäume!“ Denn manchmal muss ein Baum dem Menschen weichen (und für jeden gefällten Baum muss ein neuer gepflanzt werden).
Und hier mache ich mir Gedanken: wenn manche Bäume weg müssen, warum hat man es nicht gleich gemacht? Wenn nicht – wer hat es dann so geplant? und wann kommen erste depressive Beschwerden im Amt und die Säge wird doch eingesetzt?

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Ohne Strom

Freitag, 23 Aug 2013 @ 17:00

4000 Haushalte am Abend eine Stunde ohne Strom
HEPPENHEIM, 21.08.2013. In und um die Stadt Heppenheim hat es gestern Abend einen Stromausfall gegeben. Nach einem Kabelfehler waren bis zu 4000 Haushalte zwischen 20.30 Uhr und 21.30 Uhr von dem Ausfall betroffen, wie der Versorger auf Nachfrage des Hessischen Rundfunks mitteilte. Betroffen war auch das Kreiskrankenhaus, dort konnte die Stromversorgung jedoch schnell wieder gesichert werden.

Das haben wir in der Zeitung gelesen. Aber was bedeutet das für dich und mich und unseren Nachbar?

Am Dienstag bin ich nach der Arbeit, um 20:30 nach Hause gekommen. Klamotten aus, Hände waschen, etwas zu trinken, Computer eingeschaltet – eine Sache musste bis morgen noch dringend geschrieben werden.
Flacker… flacker… und Ende, Bildschirm schwarz, Zimmer grau, Gesicht dumm.
Erste Schritte zum Sicherungskasten – alles in Ordnung.
Was jetzt? Jurek – mein Goldenes Händchen ist nicht da.
[…]

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Rimini

Mittwoch, 3 Jul 2013 @ 16:38

So viel ist uns vom Rimini-Restaurant geblieben, Leere, zugehängte Fenster und viele Fragen.
Das war früher, über viele, viele Jahre, eine recht gute Pizzeria und Eisdiele. Nicht die Beste, aber ganz OK. Sie war nicht weit von uns, so haben wir manchmal kleinen Spaziergang gemacht, damit das Eis am Ziel leichter schmeckt. Oder manche Fahrten wurden dort spontan beim Bierchen (auch alkoholfrei) beendet.
Man konnt gut sitzen. Ein Wintergarten war im Sommer offen und im Winter diente er als Raucherteil. Bunte Bestuhlung außerhalb wurde erst dieses Jahr angeschafft. Drin war ganz „normal“, aber ich mochte die dominikanischen Bilder an den Wänden – die haben wir gleich erkannt, da wir sie auch zu Hause haben. Der Inhaber-Italiener hat mal erzählt, dass er gern dort Urlaub macht.
Als wir jetzt in Polen waren, ist es passiert…
Abends haben die Gäste wie immer ihre Pizza und Eis gegessen. Als der Koch danach morgens zu Arbeit gekommen ist, war nichts mehr da. Alles war Leer und zugehängt. Das mußte für ihn ein dummes Gefühl sein.
Nachts wurde alles heimlich abgeräumt und der Eigentümer verschwunden.
Natürlich kocht jetzt die Gerüchteküche. Dass er Steuerschulden hätte, Mietschulden, Gehälter nicht bezahlt, dass Mafia im Spiel war. Manche nennen sogar die Schuldhöhe.
Aber war soll man über solches Verhalten denken? Dass Menschen zu ihren Wurzeln zurückkehren ist nicht selten und Ok. Aber wer heimlich solche Aktion durchstartet, der hat was zu verbergen, und nicht wenig.
Außerdem fällt es schwer sich vorzustellen, dass er plötzlich von solchem Heimweh ergriffen wurde, dass er um 23 Uhr spontan die Entscheidung getroffen hat.
Der Glasgarten (für Raucher) wurde auch vom Mobiliar freigeräumt. Er hat doch nicht alles reingestellt und zugehängt. Warum sollte er das nachts machen?
Also? er hat alles augeladen und mitgenommen.
Das heißt alles war gut geplant.
Fragen ohne Antworten.
Uns bleibt nur das Warten was und WER jetzt da rein kommt.
Man munkelt so bisschen, dass Antonio interessiert wäre. Er wollte angeblich immer wieder nach Heppenheim zurück. Rimini wäre vielleicht zu klein und müßte etwas umbebaut werden, aber wenn die Eisdiele weg käme, dann könnte es passen.
Das wäre schön. Und Sebastian Vettel hätte sich auch gefreut, denn Antonio ist sein Lieblingsgastronom.

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Bülent Ceylan

Samstag, 1 Jun 2013 @ 10:50

Bülent Ceylan – in Heppenheim auch als „Sebastians Vettels Boxenluder“ bekannt – gibt uns seit gestern bis morgen, 3 mal, auf der Freilichtbühne, mit dem Programm „Wilde Kreatürken“, die Ehre. Und das macht er perfekt und lustig, spontan und selbstironisch. Da bleibt kein Auge trocken – und das liegt nicht nur am begleitenden Regen.
Das Boxenluder ist vor zwei Jahren geboren, als Sebastian Vettel nach der 2. Weltmeisterschaft einen Heimauftritt hatte und Bülent als Extrabonbon mit aufgetreten ist.
Er ist halb-Deutscher, halb-Türke und unser Nachbar – ein Mannemer Bub (= aus Mannheim, 20 km von HP).
Zwei Auftritte waren geplant und dritter – gestern noch dazu.
Und wir waren dabei!!! Obwohl nicht viel gefehlt hätte und unsere Karten wären mit dem Regen fort…
Während in Nachrichten von Überschwemmungen die Rede ist und in HP die Feuerwehr die Keller leer pumpt, wird auf der Freilichtbühne Spaß unter freiem Himmel geplant.
Ohhh Maaaann!! So groß kann der Spaßfaktor nicht sein, um das Nasse gut zu machen… Wir gehen nicht, wir gehen doch, oder nicht, ach komm… So ging es den ganzen Nachmittag. Gut, dass wir mit Freunden verabredet waren, die uns den richtigen Tritt in den (noch) trockenen A… gegeben haben.
Ausgestattet mit goldenen Notfallfolien, Fahrrad- und Bundeswehrponchos, Regenjacken, Wanderschuhen und Glühwein in Thermosflasche (letzte Flasche vom Winter, wie gefunden am 31 Mai, haha) sind wir los.
Regenschirme waren wegen Augen-ausstechen und Sicht-versperren (und auf-nächste-Schulter-tropfen) verboten. Das haben Viele aber nicht so ernst genommen und mussten dann vor dem Eingang einen Kasten mit ihrem Eigentum füllen. Es hat toll bunt ausgesehen. Ich möchte nicht wissen, wie man später im Dunklen unter den 500 (oder locker mehr) Schirmen den eigenen finden sollte.
Taschenkontrolle… Aber Jurek hat unsere Thermokanne mit Lächeln, unter dem Umhang, reingeschmugelt. Ha! so gut hat uns ein Glühwein noch nie geschmeckt.
Überraschung… 2000 Stühle haben die Fläche vor der Bühne gefüllt. Die Steintreppen (oben darüber ist Wald und große Bäume) wurden wegen aufgeweichtem Boden und Gefahr von abfallenden Ästen gesperrt.
Trotz Regen sind keine Stühle frei geblieben, das hätten wir nicht gedacht. Und Bülent sicher auch nicht.
Auftritt von Bülent… Was soll man sagen? Er konnte NUR GUT sein!! Etwas anderes haben wie auch nicht erwartet. Und: dieses Programm bekommst du im TV nicht zu sehen, denn es war auf uns zugeschnitten, im Dialekt, mit lokalen Gegebenheiten, die Bülent ja auch bekannt sind.
Er konnte sein Mannemer Dialekt sprechen, ohne Sorgen, dass er nicht verstanden wird, haha. Es war fast ein Heimspiel.
– Denkt ihr, dass ich Hochdeitsch redd?
– Ihr, Hepprumer kennts doch selwer net.
– Ich konn hier sou redde, wie ich redd.
Unser Mut wurde unerwartet belohnt und der Regen ist dann doch „ausgetrocknet“ (irgendwann muss doch oben leer sein, oder?). Wir konnten sogar die Regensachen ablegen. Hurraaaaa!!!!! Danke lieber Himmel, Gott, Partei, Buddha und Französischer Revolution!
Für heute und morgen wünschen wir Euch genau so viel Spaß und mindestens so viel Trockenheit, wie gestern.

Wort zum Sonntag…
Vor nicht langer Zeit wurde über eine Überdachung der Freilichtbühne nachgedacht. Es ist ein sehr schöner Ort, am Hang zwischen Schlossberg und Maiberg, mit Blick auf die Burg. Auf die Sitztreppen passen ca. 4 Tausend Menschen. Aber auf dem Maiberg wohnen paar Heppenheimer mit Einfluss (mindestens finanziellem) und sie möchten dort in Ruhe wohnen. Große Veranstaltungen bringen aber Lärm mit sich. Na ja… klar, allein wenn die Tausende Menschen wieder nachts runter gehen und jeder unterhält sich normal, ist es sicher laut.
Nebenbei: Sebastian Vettel hat auch ein Haus an der Strasse gekauft, eine wunderschöne alte Metztendorfwilla Kappeleck. Aber er wird eher selten da wohnen. Und Bülent Ceylan, sein Kumpel, würde ihn sicher nicht stören, sie würden zusammen ein Bier trinken.
Aber liebe Maiberger, ihr habt so schöne Lage und Aussicht bis nach Hunsrück, ist es wirklich so schlimm, wenn paar mal im Jahr (bis jetzt 3-5 mal) die Anderen bei Euch Spaß haben? Kommt doch dazu. Oder fahrt mal Essen (kann auch Kochkäse sein, nur etwas weiter, damit es länger dauert) – vielleicht entdeckt Ihr wieder, dass man sich auch schön unterhalten kann. Oder schließt einfach die Fenster.
Manchmal sollte das Wohl der Allgemeinheit über der Ruhe des Einzelnen stehen.

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„Trutz… Kirche“ in Spanien!

Sonntag, 19 Aug 2012 @ 16:19

Der 85-jährige Spanier Justo Gallego baut auf seinem Grundstück seit 50 Jahren eine Kirche. Anfang der 60er Jahre wollte Justo Gallego sein Leben als Mönch verbringen und schloss sich den Benedektiner-Mönchen an. Wegen einer Tuberkulose-Erkrankung wurde er jedoch noch vor seinem Gelübde aus dem Kloster ausgeschlossen. Nach seiner überraschenden Heilung der Tuberkulose entschloss sich der strenggläubige Katholik 1961, selbst eine Kirche zu bauen — aus Bauschutt und recyceltem Material, wie Blechbüchsen und Draht. Inzwischen hat sein Gotteshaus in der Kleinstadt Mejorada del Campo, rund 20 Kilometer östlich von Madrid, eine Grundfläche von 8.000 Quadratmetern. Das Gebäude besteht unter anderem aus einer großen zentralen Kuppel und einem 33-Meter-hohen Kirchenschiff, einer Krypta, einem Kreuzgang mit Versammlungsräumen sowie einer Bibliothek. Es ist Nuestra Señora de Pilar, der Schutzheiligen Spaniens gewidmet. Justo Gallegos Ziel ist nicht die Fertigstellung des Gebäudes, sondern die tägliche Arbeit als Beschäftigung mit seiner Kirche.
Bis heute hat er keine Baugenehmigung bekommen. Vielleicht sollten wir dorthin unseren Herr „Behörde“ schicken? Da könnte er sich wirklich ein Denkmal setzen!

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Trutzburg ade!

Donnerstag, 7 Jun 2012 @ 21:05

Da hat sich der Herr „Behörde“ durchgesetzt. Muss ein geiles Gefühl sein und einige brauchen es anscheinend. Paragraphenreiter hat diese Schlacht gewonnen. Herr Sieradzki hat aber unsere Sympathie und vielleicht findet sich noch jemand mit freiem Grundstück, wo unser Burgbauer seine Träume verwirklichen kann?

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„Brennessel“ und „Coccola“

Sonntag, 17 Jul 2011 @ 14:33


Hemsbach, nicht weit hinter der hessischen Grenze, in Baden-Württemberg, 10 km von Heppenheim, hat ein altes kleines Kino „Brennessel„.
Im Eingang altes Buffet, riesiger altmodischer Tisch mit verschiedenen Stühlen, wo wartende sich bei Cola oder Bier setzen können, knarrende Dielen. Zwei kleine Kinosäle für jeweils 60-100 Zuschauer, bequeme rote Plüschsessel, auch Sofas für 2, in der Ecke ein Piano, quietschender Vorhang – nichts von der lauten, überfüllten Atmosphäre der modernen Kinos.
Das Kino spielt Kurzfilme, Diskussionsthemen, Preisfilme – so bisschen „andere“ als die Massen-Kassen-Produktionen.
Ich habe schon öfters das Programm in der Hand gehabt, etwas Interessantes gefunden, aber es hat sich nicht ergeben hinzugehen.
Am Freitag waren wir mit Freunden da und haben „Polnische Ostern“ gesehen.
Im Saal haben so 20 Gäste Platz genommen, wo sie wollten.
Der Film – eine Komödie über Vorurteile, Unsicherheiten, zwei Kulturen und Mentalitäten. Die Geschichte war einfach: ein deutscher Opa muss, nach dem Tod seiner Tochter, die Enkelin zum polnischen Vater und seiner Familie nach Tschenstochau (Częstochowa) geben. Um dem Jugendamt Beweise zu liefern, dass es dem Kind dort schlecht geht und es in armen Verhältnissen aufwachsen muss, macht er sich mit Kamera auf den Weg.
Ein schöner Film, ohne große Aktion, Dramatik, ohne tolle Musik, technisch manchmal schwach – aber einfach nett, lustig und auf jeden Fall sehenswert.
Da nicht alle polnische Sätze auf deutsch übersetzt waren und manche Schriften oder Situationen nur Polen verständlich sein konnten, hat man nach Lachen erkannt, wer von den Zuschauern polnische Wurzel hatte -die meisten.
Nur eine Szene mit Taufe in der Küche, über einer Schüssel, ohne Pfarrer – das haben nicht mal wir verstanden. Ob es an der Nähe zu Schwarzen Madonna gelegen hat, dass solche Taufe gültig wäre?

Der schönen lauen Abend haben wir, zurück aus dem „Ausland“, auf dem Heppenheimer Großer Markt, beim Spanier „Empanada“ verbracht. Die Knoblauchbrote und dicke Bohnen haben wir nicht so ganz wegen Hunger gebraucht, aber wegen der Lust.
Und die Lust wollten wir noch mit Eis auffüllen – gleich um die Ecke, in der Amtsgasse, wurde zum Weinmarkt eine neue Eisdiele eröffnet. „Coccola“ – mal schauen.
Na… Eiskugel zu 80 Cent – da muss das Eis aber verdammt gut schmecken.
Ja, Mango hat nach Mango geschmeckt, Kaffee nach echtem Kaffee. Lecker. Das Lokal ist klein, noch etwas nackig, aber vielleicht entwickelt es sich noch.
Und am Samstag morgens haben wir in Starkenburger Echo einen großen Artikel über „Coccola“ gelesen – der Eigentümer macht sein Eis nach der Arbeit als Manager in Frankfurter Seniorenheimen und die Prozedur hat er in einem Seminar gelernt. Bei der Produktion werden keine Fertigpulver, künstliche Aromen und Zusätze benutzt, nur natürliche Zutaten. Acha, Handkunstwerk hat eben seinen Preis. Im Winter will man dort Schokolade machen.
Hoffen wir, dass die Idee sich hält und entwickelt und Heppenheim um eine Spezialität reicher wird.

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Es kommt:

Donnerstag, 16 Jun 2011 @ 22:24

Das kommende Wochenende eröffnet eine Reihe von Veranstaltungen in Heppenheim. Keine Zeit für Langeweile.
Am 18.06 kommt auf die Freilichtbühne Dieter Thomas Kuhn. Ob man ihn kennt, oder nicht, man muss hin. Am besten mit 70-Jahre-Klamotten und Sonnenblumen. Alte Schlager der 70/80 Jahre lassen keinen kalt und man muss mitsingen. Es wird sicher eine tolle Stimmung und kein Meter frei.

Am 19.06, zu Erholung der Stimmbänder kann man im Reit und Fahrverein die Kaltblutschau sehen und dabei guten Grillsteak essen, das erspart das kochen.
Und danach, abends kann es wieder in die Welt der Musik gehen, wieder auf die Freilichtbühne zu den Tenören Adoro.

Nächsten Samstag fängt der 59 Weinmarkt an, die Altstadt wir 10 Tage lang zu einer musikalischen Weinstube.
Anschließend, vom 6 bis 9.06, können wir uns an den Gassensensationen erfreuen. Es ist ein internationaler Festival der Straßentheater.
Viel Spaß!

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Martin Buber

Donnerstag, 24 Mrz 2011 @ 18:47

Der Umzug von Martin Buber ist fast zu Ende.
Die Statue von ihm steht jetzt am Graben, gegenüber von seinem Haus – so passt sie irgendwie besser in die Stadtgeschichte.
Hier werden auch die Touristen auf dem Weg in die Altstadt eher vorbeigehen.
Es gibt sogar Anregungen, dass man den kleinen Platz jetzt Martin Buber Platz nennt. Auch OK.
Die Plastik ist noch nicht fest zementiert, deswegen schützt sie noch ein Bauzaun. Und paar Blumen bekommt er sicher auch später.
Mir kommen nur kleine Bedenken zu diesem Standort. Martin steht zu nah an den öffentlichen Toiletten – böse Kobolde könnten mit ihm Unfug treiben und ihn zum Klomann machen.

An der Alten Sparkasse stehen jetzt die zwei Gründer, Gottfried Pirsch und Johann Schunk und diskutieren über die Statuten der im 1830 Jahr in Landrathsbezirk Heppenheim gegründeter Sparkasse. Herr Schunk hält die Gründungsurkunde und Herr Pirsch zeigt mit dem Finger und fragt sich ob das Wort Landrathsbezirk richtig geschrieben wäre.
Und die Welt ist so in Ordnung, jeder ist da, wo er gehört.

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