Beitrags-Archiv für die Kategory 'Aus der Zeitung'

Asteroid

Mittwoch, 3 Sep 2008 @ 11:41

Auf dem Schloßberg befindet sich die Sternwarte Starkenburg. Vor neun Jahren haben ihre  Mitarbeiter einen Kleinplaneten zwischen Jupiter und Saturn entdeckt. Der „1999RJ35“ hat vier Kilometer Durchmesser und braucht vier Jahre für seinen Umlauf. Jetzt hat er einen Namen erhalten und wandert weiter als „Wettzell“.  Die Sternwarte hat schon 51 Asteroiden entdeckt und hat einen Ruf als eine der führenden Amateur-Sternwarten in Deutschland.

Freitags, bei wolkenfreier Sicht, kann man ab 21:00 den Himmel und die Objekte beobachten. Umsonst! 2003 leuchtete der Mars, groß, hell, geheimnisvoll. So nahe an uns, wie seit 60000 Jahren nicht. Hunderte Neugierige haben Nacht für Nacht, bis 2:00 – 3:00,  zu den Teleskopen angestanden. Wir auch. Grosser Dank an die geduldigen Mitarbeiter. Ich kann mich jedoch nicht an Nachrichten über unerklärte Begegnungen erinnern. Es sei denn, jemand hat lieber grüne Geister gesehen, statt zuzugeben, dass er auf dem Weg vom Berg in der Dunkelheit vor eigenem Schatten und Stimme die Hose voll hatte.

2004, bei Hessentagen, wurde der Planetenweg eingerichtet. Auf 2,6km, kann man von der Altstadt (Pluto) bis zur Sternwarte (Sonne) laufen und sich so das Gefühl für die Dimensionen unseres Sonnensystems verschaffen. Obwohl… wie soll man sich hinter jedem Meter eine Entfernung von 1,89 Millionen Kilometer vorstellen? Wir sind den Weg gegangen, manchmal war es sehr weit bis zum nächsten Planeten und dann wieder kamen sie alle paar Milliönchen Kilometer nacheinander – ein Sprung. Wir wollten unsere Kräfte für den Kosmos sparen und sind mit Taxi zur Sonne gefahren und dann runtergelaufen zum Pluto.

Thema: Aus der Zeitung, Kurios und besonders | Kommentare (0) | Autor:

Uffgschnappt

Donnerstag, 21 Aug 2008 @ 21:50

In Heppenheim und der Gegend wird sehr viel Dialekt gesprochen. Als wir vor 18 Jahren hierher gekommen sind, habe ich die erste Zeit gedacht „o, Gott, ich verstehe die Leute nicht“. Heute macht mir das nichts mehr aus. Ich kann es nicht sprechen, was auch OK ist, denn es könnte sich mit unserem (wohl für immer anhaltenden) polnischen Akzent beißen. Aber vor paar Einfüssen konnten wir uns auch nicht schützen. Die Stadt heißt hier Hepprum.

Hier einige Ausschnitte aus Zeitung EXTRA, 21.08.2008, von Hepprumer Heinz:

„Ich binèn Hepprumer, woas e groußes Glick“

Ehr Leit, ich häb mer e Ti-Schört kaaft un vornedruff schdejht: „Ich bin ein Heppenheimer“. Mer wär`s jo liewer gewese, wann druff gschdanne hätt: „Ich binèn Hepprumer“, äwer des häwese net kabt. Schoad. Äwer sou is des jo aa schee, un mer konn aa noach auße beweise, dass mer sich mit soinere Schdadt identifiziert.

Ich häb mer des Trikot am Freidog Owend in de Bachgass kaaft beim „Summernoachtstraum“. Die Ellis wollt unbedingt hie. Die Fraue iwerfällt sou e besonderes Gfiehl, wann`se dann Geld ausgewe kenne, wann`s sunscht niemejh meglich is, weil die Gschäfte zu häwe. Des hätt sou ebbes Prickelndes, wann mer owends noach de zehe Uhr in dem Modegschäft schdejht un Klamotte oaprobiert.

Na? habt Ihr das verstanden? Ich ja, aber gut, dass ich hier beim Schreiben keine Zeugen hatte. Lautes Lesen, Buchstabieren, wirrer Blick zwischen Zeitung, Monitor und Tastatur. Und eins weiß ich jetzt: hören ist leichter, als es zu lesen (und zu schreiben!!!!).

Thema: Aus der Zeitung, Heppenheim zeigt Farbe | Kommentare (0) | Autor: