Autorenarchiv

Unsere Meinung

Dienstag, 23 Nov 2010 @ 17:59

Sebastian ist weg, Gespräche bleiben noch lange. Die meisten Menschen sind begeistert. Es müssen jedoch immer auch Leute dabei sein, die in allem Negatives finden, oder mindestens bisschen die Stimmung trüben.
Ich möchte hier paar Fragen und Gegengedanken formulieren.
Sebastian lebt in Schweiz und zahlt keine Steuer in Deutschland.
Ja, das stimmt, heute war sogar Bild von seinem Bauernhof bei Konstanz. Schön. Und es kommen noch Tennisplatz und Schwimmbecken dazu. Nun, er macht nichts Illegales, nur das, was ihm das deutsche Recht erlaubt. Da gibt es genug andere, die „interessanter“! wären. Viele Prominente leben im Ausland, vielleicht nur wegen Steuern, vielleicht auch deswegen, dass sie sich ihr Brot ruhig holen wollen, wie ein Müller und Meier. Aber der Name wird für Deutschland (z.B. Heppenheim) gemacht. Und gespendet wird auch oft großzügig. Wie viel hast du bei letzten Katastrophe gespendet? Kannst nachholen, demnächst ist wieder Red-Nose-Day. Und wie viele Bleistifte hast du bei letzten Steuererklärung abgesetzt?
Sind wir mal ehrlich: hätten wir genug Millionen gehabt, dass sich der Aufwand lohnt, dann hätten wir es doch auch gemacht, oder? Aber dich und mich lässt man nach Schweiz gar nicht erst rein.
Er soll für seine Ausbildung zahlen, wenn er nicht hier lebt.
Sebastian hat gerade mal Abitur erreicht, mehr hat er mit 18-19 Jahren nicht geschafft. Das ist Allgemeinausbildung, die uns das Grundrecht garantiert und bis jetzt musste noch niemand die Kosten zurück erstatten.
Ein Schnösel, der noch nichts im Leben geschafft hat. – das war ganz böser Kommentar in Echo on-line, nach dem Home Run, als Vettel erst „noch“ Vizemeister war. Na, da hat sich wohl viel Neid angestaut. Nichts geschafft? Er war in seiner Disziplin zweitbester auf der Welt. In welcher Disziplin bist du bei den ersten 20 auf der Welt? Oder in Deutschland? Aber doch mindestens bei den besten 5 in Heppenheim, oder! Er hat Heppenheim bekannt gemacht. Was machst du für deine Stadt? Der Schnösel ist Weltmeister geworden. Und jetzt?
Was das kostet! Alles aus unseren Steuern. Ja, solche Events, Home Run und ähnliche Festivitäten kosten viel Geld. Aber was sie bringen! Menschen haben Spaß und Freude, schöne Tage, Erinnerungen, beste, lebendige Werbung für die Stadt. Was kostet Beseitigung vom Vandalismus in Zügen, Graffiti, Polizei bei Fußball und Randale, Brückenbau ohne Straße? Bei Sebastians Auftritten wurde nichts demoliert, niemand verletzt.
Viele Tausende haben sich gefreut über die Veranstaltungen, sind stolz auf Sebastian und müssen nicht mehr erklären, wo Heppenheim liegt.
Andere schauen interessiert, neugierig oder auch etwas neidisch – und wir sagen: ja! wir wohnen hier. Es ist einfach schön.
Und wer Loch im Ganzen sucht, wird es auch finden, und dann ist wieder nicht gut, denn das Loch ist lang und nicht rund. Ojej…

Thema: Sebastian Vettel | Kommentare (1) | Autor:

Sprüche

Montag, 22 Nov 2010 @ 18:58

Diese Sprüche vom 21.11.10 möchten wir nicht vergessen:
Sebastian:
– Isch bin im Momend e bissje baff. Mit so viele Leud häd`isch net gereschnet
– Ich bekomme ja manchmal Applaus, aber hier, vor eigenem Publikum, ist das viel schöner!
Zum Publikum, nachdem der Bürgermeister nächstes Treffen (u.A. Ehreneinbürgerung) im kleineren Rahmen erwähnt hat:
– Seht ihr? schon hat er euch ausgeladen, das können sie gut, die Politiker.
Über Alonso, der als einziger, immer noch nicht zum Sieg gratuliert hat:
– Hepprum hat`s em weggeschnappt.
„Friher war isch èn Casanova, do sin mer die Fraue hinneher galaafe. Aber des iss vorbei, seitdem isch kaa Handdasche mehr klau“ – Sebastian als Harald.

Ceylan Bülent:
– HP = Hilflose Person
– zu Sebastian: du hast den Türken richtig imprägniert.
– er fährt wie ein Türk, aggressiv, aber voll integriert
– ich bin sein Boxenluder
– wenn ich mit 23 so hoch geschossen hätte, dann wäre ich schon voll krank im Kopf.

Thema: Sebastian Vettel | Kommentare (0) | Autor:

Vettel auf Hepprumerisch gebabbelt.

Sonntag, 21 Nov 2010 @ 22:13

So könnte sich ein Gespräch unter Hepprumern anhören.
Hast du Probleme es zu lesen? oder zu verstehen?
Das haben wir am Anfang hier auch gehabt. Ich bin manchmal verzweifelt nach der Arbeit Heim gekommen: O, Gott, ich verstehe die Leute nicht.
Aber das war vor 20 Jahren. Heute macht uns das nichts mehr aus, sogar manche Akzente haben sich in unser Sprachgebrauch eingeschlichen.
Es ist schwer mitten drin zu leben und nicht abzufärben.
(Extra, Heppenheim, 17.11.2010)

Thema: Aus der Zeitung, Sebastian Vettel | Kommentare (1) | Autor:

Vettelmania in Vettelheim

Sonntag, 21 Nov 2010 @ 22:10

Ja!!!
Wir waren dabei, haben gehört, gesehen, gelacht, geklatscht, den Vettel-Finger gezeigt, gejubelt!
Es war einfach toll!
Die Menschenmassen – schwer zu schätzen wie viele, da wird die Zeitung morgen was dazu sagen – haben super Laune gehabt.
Sebastian ist pünktlich gekommen und der Teil der Veranstaltung hat viel länger gedauert, als ursprünglich geplant (sollte eine Stunde sein).
Vettel ist locker aufgetreten, entspannt, lustig, schlagfertig, aber so ganz normal, wie er hier aufgewachsen ist.
Er hat sich sehr gefreut, dass so viele ihn begrüßen wollten, hat vom letzten Rennen erzählt, wie auch von der Zeit danach. Die letzte Nacht war die erste, die er ruhig verschlafen hat. Weitere Termine stehen fest, Training läuft weiter – ein Weltmeister ist halt kein Privatmensch mehr.
Als unerwartete Überraschung hat er seinen neuen Freund mitgebracht, der sich als Sebastians „Boxenluder“ genannt hat – Ceylan Bülent.
Die Sprüche von beiden, dem Hepprumer Bub und dem Mannemer Türk, kann man gar nicht mehr nacherzählen, es waren soooo! viele, dass sich nur noch Lachen und Klatschen abgewechselt haben.
Bürgermeister Herbert, wie auch andere wichtige Personen, sind, wie die heiligen Könige, mit Geschenken gekommen: Eiswein vom Sebastians Geburtsjahrgang (1987), Stadttaffel „Vettelheim“, Autoschild „HP Weltmeister“ (Sebastian: aber die Plaketsche fehlen), wie auch Rotwein von der Partnerstadt Kaltern, den Sebastian mit „er macht zu“ kommentiert hat und Collage vom Home Run, und roter Hessenlöwe (wohl im Bezug auf Red Bull).
Es wurden noch manche Anekdoten erzählt. Auch mal Dialekt gesprochen, denn Ceylan hat Sebastian aufgefordert, „normal zu babbeln, denn das Oxford-Deutsch versteht keiner“. Wie sich das „normale Babbeln“ anhört – im nächsten Artikel.
Der heutige Tag bleibt allen sicher lange in Erinnerung. Ob unsere hübschen Gesichter im TV zu sehen waren (s. Bild 1) wissen wir nicht, denn die Sendung wurde life gesendet. Wir haben eigene Fotos.

Die ganze Sache ist ein riesiges Aufwerten für Heppenheim und wir erhoffen uns, dass jetzt auch Aufschwung zur Lösung mancher verstaubter Probleme kommt, die sich in Heppenheim unschön in den Alltag gefügt haben, aber in Vettelheim unakzeptabel sind.
Jubel für den Weltmeister
Mundart – Comedy mit dem Weltmeister
Fans bewundern Vettels Bodenständigkeit

Thema: Sebastian Vettel | Kommentare (1) | Autor:

Vettel in Heppenheim 2.

Samstag, 20 Nov 2010 @ 20:26

Morgen erwarten wir das große Event.
Auch wenn die Zeit zwischen Erwarten und festem Termin sehr kurz war, muss die Stadt alles gut vorbereiten. Tausende Fans kommen, wollen eine Feier erleben, etwas von dem Empfang des Weltmeisters sehen und hören, etwas trinken und essen.
Wir haben abends neugierig einen Spaziergang zum Europaplatz gemacht, wo wir fleißiges Treiben im Dunklen beobachten konnten. Viele Stände wurden aufgebaut, Bühne, Red Bull Zelte, HR-Wagen (es kommen noch viel mehr), Grill vom Metzger Rettig (Steaks von grünen Kühen?…).

Der Vollmond leuchtete am Himmel, auch wenn etwas verschleiert. Wir hoffen morgen auf gutes Wetter, so richtig bergsträßisch: Sonne und blauer Himmel.
Ein bisschen heimische Sonne für den Weltmeister!

Thema: Sebastian Vettel | Kommentare (0) | Autor:

Vettel in Heppenheim

Freitag, 19 Nov 2010 @ 18:05

Nach spannender Erwartung wurde heute offiziell der Besuch von Sebastian Vettel in der Heimatstadt bekannt gegeben.
Am Sonntag, den 21 November findet am Europaplatz die große Feier statt. Ab 12:00 läuft das Rahmenprogramm und um 14:30 wird Sebastian kommen. Eigentlich könnte er von zu Hause zu Fuß laufen, ist gleich um die Ecke, aber dann würde er vermutlich nicht zeitig ankommen…
Die Stadt erwartet viele Tausende Gäste, man spricht sogar von 100 000, wie bei Homerun im Sommer, deswegen wurde die Feier vom Parkhof auf den Europaplatz verlegt – gute Entscheidung, mehr Platz, alles rund um offen, Nähe Autobahn und so kommen die Menschenmengen gar nicht in die enge Stadt rein.
Die Heppenheimer freuen sich sehr über die neuen Ereignisse, überall sieht man Zeichen der Ehrung und Bewunderung, Zeitung schreibt täglich etwas neues, Menschen fühlen sich so euphorisch verbunden.
Und die Medien erwähnen weiterhin immer wieder unsere Stadt.
Es ist einfach schön!!!
Wir wohnen nicht mehr in einer kleiner Stadt zwischen Darmstadt und Heidelberg.
Wir wohnen jetzt in DIESEM Heppenheim!

Thema: Sebastian Vettel | Kommentare (0) | Autor:

Vettel in Abu Dhabi

Sonntag, 14 Nov 2010 @ 16:44

Heppenheim befindet sich im aktueller Stunde im Zustand der Aufregung und Spannung.
Sebastian Vettel, ein Hepprumer Bub, fährt in Abu Dhabi wieder ein Rennen, bei dem sich entscheiden wird, wer der Weltmeister wird.
Natürlich halten wir alle die Daumen, ob alt oder jung. Die Chancen stehen gut, Sebastian hält sich immer noch an der ersten Position.
Autohaus Goss (Audi-VW), wo der erste Fanclub entstanden ist, hat in seinen Räumen public viewing organisiert. Die Werkstatt hat sich mit Menschen gefüllt, große Trauben standen auch in den Toren und draußen. Bei sommerlichen Temperaturen und blauem Himmel, haben viele Familien den Nachmittag dort verbracht. Für leibliches Wohl wurde auch gesorgt.
Wir verfolgen auch das Rennen im TV und freuen uns, dass der Name Heppenheim so oft fällt. Ja! Dank Vettel kennt wohl jeder in Deutschland jetzt unser Heppenheim.
Noch drei Runden, Vettel ist immer noch vorne. Spannung steigt. Kubica und Petrov halten ihm den Rücken vor Alonso frei.
Jaaaaaa!!!! Sebastian ist als erster über die Linie! Rest ist auch „passend“ nachgekommen.
Vettel ist Weltmeister!!!! Sektkorken knallen!
Danke Sebastian!!!

Nachtrag 16:00
Siegesehrung hat stattgefunden, nur statt Champagner wurde arabisches Rosenwasser vergossen und Sebastian hat tapfer mit Tränen gekämpft.
Und Papa Vettel war auch dabei und hat aus weiterem Land die Heppenheimer gegrüßt.

Thema: Sebastian Vettel | Kommentare (0) | Autor:

Casa Europa – Ghetto 3.

Freitag, 24 Sep 2010 @ 18:32

In der westlichen Nachbarschaft tut sich was. Zäune sind gezogen, Umland und Gestrüpp geräumt, Lärm macht sich bemerkbar.
Inzwischen laufen die Arbeiten auf dem Areal des leer stehenden Arbeiterhotels der Langnese – Casa Europa an.
Die Wohnbau Bergstrasse (mit Herr Jakobi) verwirft auch den Gedanken den Rundbau (frühere Kantine) abzureißen und möchte das „Ufo“ doch für weitere Nutzung umbauen. Verschiedene Vorschläge wurden vorgelegt, aber am ehesten gefällt die Idee von einem Treffzentrum für Jugend, Senioren, Familien aus umliegenden Straßen der Weststadt. Heppenheims Seniorenbeirat wie auch die Caritas (frühere Zeitungsnotiz) befürworten das Vorhaben.
Außerdem könnte das Gebäude Platz für Veranstaltungen bis 500 Besucher bieten – und das ist in Heppenheim Mangelware!
Zu der Gegen-Aktion (s. Ghetto 1 und 2) und den Bedenken über Problemviertel hat Herr Jakobi in heutiger Ausgabe Starkenburger Echo auch kurze Stellung genommen.
Der Baulärm ist zu Zeit auch bei uns zu vernehmen, wenn auch nicht sehr störend. Aber unsere Häuserreihe (östlich) ist Baustellen erprobt, denn seit vier Jahren erleben wir (hautnah, mit Staub, Maschinen, Krach) die Entstehung von 40 Häuser. Mit Sehnsucht schauen wir auf die Arbeiten am allerletzten Haus, kämpfen jetzt täglich in der Enge mit den Bauleuten und -maschinen um Raum und hoffen auf ruhige und saubere Weihnachten. (Starkenburger Echo vom 17.07.10.)
Die Erfahrung, wenn auch nur im Teil und kürzer, steht der westlichen Reihe erst noch vor. Aber zum Trost: man gewöhnt sich daran.
Der Zaun um Casa Europa wird später begrünt und die Anlage von der Stadt gepflegt, was nicht schlimmer sein kann, als das vergammelte Bild der letzten Jahre.
Wer weiß, vielleicht wird es dort am Ende schöner aussehen, als in unserer Siedlung? Dann hätten wir ein echtes Problem…

Thema: Aus der Zeitung, Bunt und krumm | Kommentare (0) | Autor:

Grüße aus Tirol

Mittwoch, 15 Sep 2010 @ 19:59

Wir waren paar Tage weg.
Den Pilzen in unseren Wäldern, dem Winzerfest, den Weintrauben an unserer Pergola (und wie viele!!!), der Arbeit und anderen Belustigungen den Rücken gekehrt, haben wir alle Kräfte an die Tiroler Gipfel, Täler und Wanderwege umgesetzt.
Im Gepäck haben natürlich, neben Wanderschuhen, Stöcken, Rucksäcken, unsere Heppenheimer T-Shirts nicht gefehlt.

Osttirol, Virgental, Wetterkreuzhütte 2106 m.

Thema: Bunt und krumm, Heppenheim zeigt Farbe | Kommentare (0) | Autor:

Yoga

Freitag, 3 Sep 2010 @ 19:44

Die Jahre machen uns nicht jünger, nicht schöner, zwar manchmal etwas schlauer, aber man darf sich nicht darauf verlassen. Man muss etwas für sich tun, um das Rennen mit dem Kalender nicht zu verlieren…
Seit paar Wochen gehe ich mit zwei netten Nachbarinnen zur Yoga. Oder besser gesagt: fahre ich, denn es ist in Hemsbach. Damit verlassen wir Hessen und begeben uns nach Baden-Württemberg. Aber das macht nichts, in 10 Minuten sind wir da.
Katharina von Jyoti Yoga Center bringt uns die Geheimnisse der Körperbeherrschung bei. Und Mantra, Meditationen, Stand- und Umkehrübungen, Drehmitte im Körper, Strecken von ungeahnten Körperteilen (ich wusste nicht, was man so alles im Körper strecken kann… sogar in meinem), Eigenschaften der Luna- und Solarmenschen, sowie Hunde, Boa, Krieger, Atemtanz…
Die Möglichkeiten von Yoga und von Katharina sind unbegrenzt.
Mein Körper kämpft noch mit seinen Grenzen, und manchmal bekomme ich etwas Bedenken, ob mich Jurek wieder nimmt, falls die Drehung sich nicht zurück dreht.
Tolle anderthalb Stunde, mit Spaß, Schmerz, Entdeckung, nach der man sich entspannt, locker und irgendwie neu fühlt.
Schaut Euch, bitte die Bilder im Link, unter „kontaktieren Sie uns“. Echt, da bin ich dabei!! Kurz vorm Abheben…

Thema: In der Umgebung | Kommentare (0) | Autor: